Täglich 2,5 Tonnen Bargeld verschwinden: Russlands Bankensektor in der Krise.

Täglich 2,5 Tonnen Bargeld verschwinden: Russlands Bankensektor in der Krise
Täglich 2,5 Tonnen Bargeld verschwinden: Russlands Bankensektor in der Krise

Lage im russischen Bankensektor

Nach Angaben von Espreso.tv: Seit fünf Monaten in Folge erlebt das russische Bankensystem einen massiven Abfluss von Bargeld. Täglich verlassen über 2,5 Tonnen – umgerechnet rund 13 Milliarden Rubel – die Kassen der Institute. Zwischen Februar und Juni stieg die umlaufende Bargeldmenge um 1,903 Billionen Rubel, was Fachleute alarmiert.

Im Schnitt flossen monatlich 380,7 Milliarden Rubel ab. Der bisherige Höchstwert wurde im April mit 607,3 Milliarden Rubel erreicht. Dieser anhaltende Trend zeigt, dass russische Verbraucher und Unternehmen verstärkt auf Bargeld setzen – ein klares Zeichen für die wirtschaftliche Verunsicherung im Land.

Experte Taras Skworzow warnte: 'Die Zunahme von Bargeld im Umlauf ist ein äußerst beunruhigendes Signal.'

Er ergänzte: 'Wir sehen keinen Anstieg bei der Geld einzahlung über Selbstbedienungsgeräte, Geldautomaten oder Terminals in das Banksystem.' Dies belege, dass die Bürger dem Finanzsektor misstrauen und ihre Ersparnisse lieber zu Hause horten.

Gebühren für Bareinzahlungen

Zusätzlich haben acht Banken in Belarus Gebühren von 2 bis 5 Prozent für Bareinzahlungen in Rubel auf Konten von Nichtansässigen eingeführt. Die kasachische Bank Zentrkredit verlangt nun 5 Prozent für die Annahme von Rubel. Auch die kirgisische Ekoislamikbank erhebt eine Gebühr für Überweisungen via SWIFT. Diese Maßnahmen könnten den Bargeldumlauf und die regionale Finanzstabilität weiter beeinträchtigen.

Die Entwicklung im russischen Bankensektor spiegelt die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes wider. Der starke Bargeldabfluss deutet auf ein wachsendes Misstrauen der Bevölkerung in Finanzinstitute hin, was Investitionsklima und Wirtschaftswachstum negativ beeinflussen könnte. Die Einführung von Gebühren für Bareinzahlungen in Nachbarländern zeigt zudem, dass sich regionale wirtschaftliche Verschiebungen anbahnen, die die Stabilität der dortigen Finanzsysteme gefährden.


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