Die russische Wirtschaft ist in eine Stagnation gefallen: warum der Krieg für Russland bisher günstiger ist.

Die russische Wirtschaft ist in eine Stagnation gefallen: warum der Krieg für Russland bisher günstiger ist
Die russische Wirtschaft ist in eine Stagnation gefallen: warum der Krieg für Russland bisher günstiger ist

Die Kosten des Krieges für Russland und die Ukraine

Nach Angaben von ТСН: Derzeit kostet der Krieg Russland weniger als die Ukraine, da die Kampfhandlungen auf ukrainischem Territorium stattfinden, was zur Zerstörung der Infrastruktur und zu menschlichen Verlusten führt. Russland gibt etwa 7% seines BIP für den Krieg aus, während die Ukraine fast 30% ausgibt.

Diese Informationen wurden von Dr. Andrij Dlihach, einem Doktor der Wirtschaftswissenschaften und Vorsitzenden der Advanter Group, im Rundfunk veröffentlicht.

„Wir müssen den Feind nicht nur auf dem Schlachtfeld und in der Diplomatie besiegen, sondern auch in der Wirtschaft. Die Frage ist, ob wir den Krieg für Russland teurer machen können und ob es dort echte Veränderungen gibt, die es ihm in naher Zukunft unmöglich machen, weiter zu kämpfen“, betonte der Experte.

Der Zustand der russischen Wirtschaft

Laut Dlihach hat sich das alte Modell der russischen Wirtschaft in diesem Jahr faktisch erschöpft. Der liquide Teil des russischen Nationalwohlstandsfonds ist von etwa 8 Billionen Rubel zu Beginn des Jahres auf weniger als 4 Billionen in der Mitte des Jahres gesunken. Aufgrund des Haushaltsdefizits begann Russland mit massiver Geldschöpfung.

„In diesem Jahr wird Russland etwa 8 Billionen Rubel drucken. Das zeigt, dass das aktuelle Wirtschaftsmodell nicht mehr funktioniert. Die angebliche Stärkung des Rubels ist ein Beispiel für die Entkopplung der russischen Wirtschaft vom Dollar und Euro sowie von der Abhängigkeit vom Yuan“, erklärte er.

Der Ökonom wies auch auf drastische Veränderungen in der Struktur der russischen Exporte hin. Dlihach betonte, dass Russland praktisch aufgehört hat, mit Energieträgern Geld zu verdienen, da der Preis für Öl der Sorte Urals auf 32 Dollar pro Barrel gefallen ist, was unter den durchschnittlichen Produktionskosten liegt.

„Die russische Wirtschaft ist bereits seit vier aufeinanderfolgenden Quartalen in Stagnation. Die Industrieproduktion nimmt ab, der Bau geht um 8–20% zurück, die chemische Industrie um bis zu 30%, der Maschinenbau um etwa 15%. Selbst der militärisch-industrielle Komplex rettet die Situation nicht mehr“, fasste Dlihach zusammen.

Zuvor hatte Kirill Budanov, der Leiter des Hauptquartiers für Nachrichtendienste, erklärt, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Russlands die Situation auf dem Schlachtfeld nicht beeinflussen werden, aber Auswirkungen auf die Position des Kremls in Bezug auf den Kriegsabschluss haben könnten.

Es wurde auch berichtet, dass die russische Wirtschaft derzeit in der Lage ist, den Krieg zu unterstützen, aber ihr Zusammenbruch bis 2026 eintreten könnte.

In der wirtschaftlichen Situation Russlands zeigen sich ernsthafte Sorgen, die ihre Fähigkeit, langfristig Krieg zu führen, beeinträchtigen könnten. Diese Frage ist nicht nur für Analysten von Belang, sondern auch für jeden Ukrainer, denn das Ergebnis des Konflikts hängt von der wirtschaftlichen Stabilität des Gegners ab.


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