Russische U-Boote bleiben in den Häfen: Experte nennt Gründe für die Flaute.
Die Lage der russischen U-Boot-Flotte
Nach Angaben von TSN.ua: Die russische Marine setzt ihre U-Boote im Schwarzen Meer nach Angaben der Ukraine derzeit kaum noch ein. Dem Sprecher der ukrainischen Seestreitkräfte, Dmytro Pletenchuk, zufolge hat Moskau die aktive Verwendung seiner U-Boote in Seeoperationen eingestellt, nachdem diese in den vergangenen zwei Jahren noch intensiv genutzt worden waren. Als Gründe nennt er hohe Verluste und die Risiken bei der notwendigen Wartung.
Pletenchuk erklärte, die russische Flotte habe mehrere U-Boote verloren. Dazu gehöre das U-Boot 'Rostow am Don' vom Projekt 636.3 (Warjag-Klasse), das durch einen ukrainischen Luftangriff zerstört wurde. Ein weiteres U-Boot sei im Hafen von Noworossijsk vernichtet worden. In der Folge verfüge die russische Schwarzmeerflotte nun nur noch über zwei einsatzfähige U-Boote, die Marschflugkörper tragen können.
'Dementsprechend sind sie gezwungen, diese Ressource zu schonen. Denn sie für Wartungsarbeiten trockenzulegen oder am Kai liegen zu lassen, bedeutet, sie unmittelbar einer Gefahr auszusetzen.'
Dmytro Pletenchuk
Überwasserschiffe als Ersatz?
Bei den Überwassereinheiten listet Pletenchuk noch folgende verbliebene Kapazitäten auf:
- fünf Schiffe, die Marschflugkörper des Typs Kalibr tragen können
- drei Kleine Raketenschiffe der Bujan-Klasse (Projekt 21631)
- zwei Fregatten, die 'Admiral Essen' und die 'Admiral Makarow'
Auch der Einsatz dieser Überwasserraketenträger gestaltet sich für die russischen Streitkräfte jedoch schwierig. Verschlechterte Wetterbedingungen auf dem Schwarzen Meer erschweren die Operationen zusätzlich und schränken die Einsatzmöglichkeiten ein.
Der Verlust der U-Boote schwächt die Fähigkeiten der russischen Flotte erheblich, da diese Schiffe eine zentrale Rolle bei Raketenangriffen auf ukrainische Ziele im Hinterland spielten. Die reduzierte Anzahl einsatzbereiter U-Boote unterstreicht den wachsenden Druck auf die russische Kriegsmarine. Zusammen mit den widrigen Herbst- und Winterstürmen könnte diese Entwicklung die russische Seekriegsführung vor erhebliche operative Probleme stellen und ihre strategischen Optionen weiter verringern.
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