Polnischer Staatsbürger stirbt nach Folter in russischer Untersuchungshaft.
Verschleppung und Festnahme
Nach Angaben von TSN.ua: Der Pole Krzysztof Galos wurde von russischen Militärangehörigen an einem Checkpoint im Dorf Hryhorivka in der Oblast Saporischschja festgenommen. Galos war am 14. April 2023 in die Ukraine eingereist und seit dem 20. April 2023 verschollen. Die russischen Spezialdienste nahmen ihn in Gewahrsam.
Tod in Haft und internationale Reaktionen
Krzysztof Galos starb im Juli 2023 in der Untersuchungshaftanstalt Nr. 2 der russischen Stadt Taganrog in der Oblast Rostow. Die polnische Zeitung Gazeta Wyborcza berichtete im Dezember 2025 über diesen Vorfall, was zu einer breiten internationalen Empörung führte. Das polnische Außenministerium übermittelte daraufhin eine diplomatische Note an Moskau.
Der von Russland eingesetzte Besatzungsbeamte Jewgeni Balizki gab die Folterungen indirekt zu, als er sagte: 'Ein Pole erzählte uns allen Ernstes, er sei Tourist. Ohne mit der Wimper zu zucken. Ich bin sogar selbst gekommen, um dieses Wunder zu sehen.'
Aus der Gefangenschaft entlassene Ukrainer bestätigten die Folterungen und berichteten, Galos sei 'zu Tode geprügelt' worden. Dieser Fall wirft ein grelles Licht auf die Zustände in von Russland kontrollierten Haftanstalten.
Der Tod von Krzysztof Galos löste in Polen und international Entsetzen aus und stellt das Vorgehen russischer Militärs und Geheimdienste im Hinblick auf die Einhaltung menschenrechtlicher Normen massiv in Frage. Polen fordert eine lückenlose Aufklärung und die Bestrafung der Verantwortlichen. Der Vorfall unterstreicht die dringende Notwendigkeit internationaler Mechanismen zum Schutz von Zivilpersonen in Kriegsgebieten, da sich solche Vorkommnisse nicht isoliert betrachten lassen.
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