Fast 13 Stunden Prüfungsmarathon wegen Luftalarm: Abgeordnete fordern Reform des Hochschultests.
Debatte über Anpassungen beim NMT in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: Ein Vorfall in der Region Odessa, bei dem Abiturienten aufgrund wiederholter Luftalarme fast 13 Stunden für den Nationalen Mehrfachtest (NMT) benötigten, hat eine Diskussion über mögliche Reformen ausgelöst. Die Volksabgeordnete Julia Gryschyna, Vorsitzende des Unterausschusses für Hochschulbildung im Ausschuss der Werchowna Rada der Ukraine, äußerte sich besorgt über die schwerwiegenden psychischen Belastungen für die Jugendlichen durch eine solche Extremsituation.
Die Ereignisse in Odessa haben deutlich gemacht, dass das derzeitige System der Abschlussprüfungen überdacht werden muss. Gryschyna erklärte, dass ihr Gesetzesentwurf darauf abziele, die Anzahl der Prüfungsfächer pro Tag zu reduzieren. Dieser Schritt sei für die Prüfungskampagne ab 2027 vorgesehen.
„Das Ziel dieses Gesetzesentwurfs zur Änderung des NMT ist nicht die Mathematik, sondern die Verringerung der Fächeranzahl für die Kinder in der nächsten Kampagne 2027“, so Julia Gryschyna.
Lage der Absolventen und neue Regeln für Erstklässler
Die Abiturienten, die den NMT ablegten, waren über zwölf Stunden hinweg der Gefahr von Drohnenangriffen ausgesetzt. Eltern berichteten von katastrophalen Bedingungen: Einige Schüler erlitten aufgrund von Erschöpfung und stickiger Luft einen Kreislaufkollaps. Obwohl die Schüler das Recht hatten, den Test wegen der langen Luftalarme zu verschieben, entschied sich die Mehrheit, die Prüfung noch am selben Tag zu beenden. Gryschyna kritisierte:
„Kinder haben 13 Stunden lang unter Schacheeds, unter Alarmen, im Stresszustand den NMT abgelegt. Brauchen wir das im sechsten Kriegsjahr? Ich bin überzeugt, nein“, sagte Julia Gryschyna.
Parallel dazu wird in Odessa über neue Regelungen für Erstklässler diskutiert, da die Anmeldefrist für die ersten Klassen vom 1. April bis zum 31. Mai lief. Angesichts des Krieges und der damit verbundenen Belastungen für Kinder gewinnen Fragen an das Bildungssystem zunehmend an Bedeutung. Es wird betont, dass das Prüfungssystem an die aktuellen Realitäten angepasst werden muss, um die Sicherheit und das Wohlbefinden der Schüler während des Lernens und der Prüfungen zu gewährleisten.
Die Debatte über Veränderungen beim NMT und im ukrainischen Bildungssystem spiegelt die dringende Notwendigkeit wider, den Bildungsprozess an die schwierigen Bedingungen anzupassen, unter denen Kinder während des Krieges leben. Die psychische Belastung für die Absolventen stellt nicht nur ihre Sicherheit, sondern auch ihr allgemeines Wohlbefinden infrage. Entscheidend ist, dass das Bildungssystem den Herausforderungen der Zeit gerecht wird und den Schülern angemessene Bedingungen bietet, die ihre Bedürfnisse und emotionale Verfassung berücksichtigen.
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