209.000 Euro für eine 2-Millionen-Reparatur: So funktioniert das ukrainische Wiederaufbauprogramm.

209.000 Euro für eine 2-Millionen-Reparatur: So funktioniert das ukrainische Wiederaufbauprogramm
209.000 Euro für eine 2-Millionen-Reparatur: So funktioniert das ukrainische Wiederaufbauprogramm

Das staatliche Hilfsprogramm 'Jewidnowlennja'

Nach Angaben von Novyny.live: Seit 2023 gibt es in der Ukraine ein staatliches Programm namens 'Jewidnowlennja'. Es soll Bürger unterstützen, deren Wohnraum durch Kampfhandlungen beschädigt wurde. Eine der ersten, die diese Hilfe in Anspruch nahm, war Olena Topolja. Sie erhielt eine Entschädigung in Höhe von 209.000 Griwna. Die tatsächlichen Kosten für die Reparatur ihres Hauses beliefen sich jedoch auf rund 2 Millionen Griwna. Das zeigt deutlich, wie hoch der finanzielle Aufwand für die Wiederherstellung von zerstörtem Eigentum tatsächlich ist.

Ablauf der Wiederherstellung und Antragstellung

Die Instandsetzung von Olena Topoljas Wohnung ist noch nicht abgeschlossen; einige Arbeiten wurden bereits erledigt. Um das Programm 'Jewidnowlennja' nutzen zu können, muss man zunächst die Informationen im staatlichen Register der dinglichen Rechte prüfen. Der Antrag auf Entschädigung wird entweder über die App 'Diia' oder über die Bürgerdienste (ZNAP) gestellt. Eine spezielle Kommission entscheidet dann innerhalb von 30 Tagen über die Bewilligung der Hilfe.

„Uns wurden 209.000 Griwna ausgezahlt … und ungefähr 2 Millionen Griwna sind in die Reparatur geflossen.“

Olena Topolja

Diese Aussage verdeutlicht, wie wichtig die staatliche Unterstützung für diejenigen ist, die durch den Krieg in Not geraten sind. Sie macht aber auch klar, dass die Entschädigungssumme bei weitem nicht alle Wiederaufbaukosten deckt. Das Programm 'Jewidnowlennja' soll genau dort helfen, wo sie am dringendsten benötigt wird. Dennoch zeigt das Beispiel, dass die tatsächlichen Reparaturausgaben die erhaltene Kompensation oft deutlich übersteigen können.

Das staatliche Programm 'Jewidnowlennja' ist ein bedeutender Schritt zur Unterstützung der vom Konflikt betroffenen Bevölkerung. Der Fall von Olena Topolja macht jedoch deutlich, dass die Höhe der Entschädigungen oft nicht ausreicht, um alle Kosten für die Wohnrauminstandsetzung zu decken. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, die Förderinstrumente weiterzuentwickeln, um Menschen, die durch den Krieg ihr Zuhause verloren haben, noch wirksamer helfen zu können.


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