Vierjährige aus brennendem Haus gerettet: Russischer Drohnenangriff in Bilohorodka fordert zwei Todesopfer.

Vierjährige aus brennendem Haus gerettet: Russischer Drohnenangriff in Bilohorodka fordert zwei Todesopfer
Vierjährige aus brennendem Haus gerettet: Russischer Drohnenangriff in Bilohorodka fordert zwei Todesopfer

Zwei Tote nach Angriff auf Wohnhaus

Nach Angaben von Novyny.live: Ein russischer Drohnenangriff in der Nacht zum 28. Januar traf ein Wohnhaus in Bilohorodka in der Region Kiew. Ein Mann und eine Frau kamen dabei ums Leben. Ihre vierjährige Tochter wurde von dem Journalisten Marjan Kuschnir gerettet, der sich vor Ort befand. Solche Angriffe auf zivile Infrastruktur sind ein wiederkehrendes Merkmal des Krieges in der Ukraine.

Journalist wird zum Lebensretter

Marjan Kuschnir, Journalist bei Radio Liberty, arbeitet seit 2015 in den Medien. Im März 2022 erlitt er eine Gehirnerschütterung bei der Ausübung seines Berufs. Für seine Arbeit wurde er mit dem Journalistenpreis 'Ehre des Berufs' in den Jahren 2022 und 2024 ausgezeichnet, 2023 erhielt er eine besondere Anerkennung der Bucha Journalism Conference.

Während des Einsatzes bemerkte Kuschnir das Feuer, das sich vom Haus ausbreitete. Ihm war klar, dass die Eltern des Kindes wahrscheinlich im ersten Stock schliefen.

„Ich habe das Kind im Laufschritt vom Sofa geholt, aus der Wohnung getragen, es einem der Nachbarn übergeben und bin zurück ins Haus gerannt. Ich dachte, vielleicht wären dort noch Menschen am Leben. Aber das Feuer hatte sich bereits zu stark ausgebreitet. Wie ich später erfuhr, traf die Drohne so, dass diese beiden Menschen – der Mann und die Frau – unter Trümmern begraben wurden und dort starben,“
schilderte er die Geschehnisse.

Dieser tragische Vorfall unterstreicht erneut die Gefahren, denen Zivilisten in einem bewaffneten Konflikt ausgesetzt sind, und den Mut einzelner Menschen, die in Extremsituationen Leben retten. Der Einsatz von Kampfdrohnen gegen Wohngebäude stellt eine permanente Bedrohung für die Zivilbevölkerung dar. Die Ereignisse lenken den Blick auch auf die Rolle von Journalisten, die unter Lebensgefahr nicht nur berichten, sondern oft auch humanitäre Hilfe leisten.


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