Russische Drohne trifft Wohnhaus in Rumänien – Staatschef beruft Krisensitzung ein.
Dringende Sitzung des rumänischen Verteidigungsrates
Nach Angaben von UATV: Nach einem schwerwiegenden Vorfall in der Stadt Galați hat Rumäniens Präsident Nicușor Dan den Obersten Verteidigungsrat zu einer Notfallssitzung einberufen. Eine russische Drohne war dort auf ein Wohnhaus gestürzt und hatte zwei Menschen verletzt. In der Folge wurden rund 70 Anwohner aus dem Gefahrenbereich evakuiert.
Das rumänische Militär ortete die Drohne zwar, schoss sie jedoch nicht ab. Zur Lagebewältigung wurden F-16-Kampfjets und ein Hubschrauber eingesetzt. Präsident Dan machte klar, dass die alleinige Verantwortung für den Vorfall bei der Russischen Föderation liege. Gleichzeitig bekräftigte er, dass Rumänien die Ukraine politisch, humanitär und militärisch weiterhin uneingeschränkt unterstützen werde.
Rumäniens Reaktion und die internationale Lage
Bukarest informierte seine NATO-Partner über das Geschehen und wandte sich offiziell an den UN-Sicherheitsrat. Präsident Dan erklärte, dass Rumänien bei den Verbündeten zusätzliche Mittel zur Drohnenabwehr angefordert habe. Es handelt sich um den schwersten Zwischenfall seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine – ein Beleg für die wachsenden Sicherheitsrisiken in der Region.
Der Vorfall in Galați verdeutlicht die Eskalation der Sicherheitsbedrohungen in Osteuropa, insbesondere vor dem Hintergrund der russischen Militäraktionen in der Ukraine. Als NATO-Mitglied strebt Rumänien danach, seine Verteidigungsfähigkeit zu stärken und den Schutz seiner Bevölkerung zu gewährleisten. Die Anfrage nach zusätzlichen Drohnenabwehrsystemen unterstreicht den Bedarf an kollektiver Sicherheit in der Region und die Bereitschaft Rumäniens, mit seinen Verbündeten zusammenzuarbeiten, um neuen Sicherheitsherausforderungen zu begegnen.
Lesen Sie auch
- Warum Russland mit S-400 auf Drohnen schießt: Ein General erklärt den Grund
- Ukrainische Angriffe auf der Krim: Moskaus Nachschub gerät ins Stocken – neue Schläge gegen die Brücke von Kertsch möglich
- Angriffe aus drei Richtungen: Heftige Kämpfe an der Front bei Lyman und Kostjantyniwka
- Krim unter Beschuss: Zusammenbruch der russischen Infrastruktur durch ukrainische Drohnen und Raketen
- Kommunikationschaos bei russischen Truppen: Angriffskoordination massiv gestört
- Angriff auf Raketenhersteller: Selenskyj erklärt die Logik hinter den Sanktionen

