WSJ-Enthüllung: Wie russische Oligarchen mit Bombardier-Jets Sanktionen umgehen.
So tricksen russische Oligarchen die Sanktionen aus
Nach Angaben von Espreso.tv: Eine Recherche des Wall Street Journal deckt auf, wie russische Oligarchen mithilfe von Zwischenhändlern Sanktionen umgehen – konkret durch die Nutzung von Bombardier- und Gulfstream-Flugzeugen. Beispielsweise besitzt Sergej Tschemesow, Chef des russischen Rüstungskonzerns Rostec, eine Bombardier Global 7500 im Wert von 75 Millionen Dollar. Zwischen Oktober 2025 und Januar 2026 flog er damit rund sechsmal in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Das zeigt, wie aktiv dieser Jet eingesetzt wird.
Ein weiterer Betroffener ist Arkadi Rotenberg, der seit 2014 unter Sanktionen steht. Ende 2022 kamen zwei Bombardier Global-Jets in seinen Besitz. Auch Igor Kessajew, ein Milliardär mit einem geschätzten Vermögen von 4,8 Milliarden Dollar (laut Forbes), importierte 2023 eine schwarze Bombardier Global Express XRS. Die Umgehungsstrategie setzt auf Mittelsmänner aus Europa, die die Flugzeuge in Ländern registrieren, die die Sanktionen nicht anerkennen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Firma Avcon.
Kosten der Sanktionsumgehung und Herausforderungen für die Weltgemeinschaft
Seit Beginn des groß angelegten Krieges hat Russland rund 130 Milliarden Dollar ausgegeben, um Sanktionen zu umgehen. Der Sanktionsexperte Felix Helmstädter erklärte dazu:
„Die Machenschaften verstoßen sowohl gegen die allgemeinen Exportbeschränkungen für Russland als auch gegen individuelle Auflagen für bestimmte Personen.“ – Felix Helmstädter
Analyst John Smith ergänzte: „Sanktionen durchzusetzen ist wie eine Partie ‚Whack-a-Mole‘: Man braucht enormen Aufwand, um die Umgehungswege aufzuspüren.“
Zu den Ländern, die Sanktionen nicht mittragen, zählen:
- VAE
- Oman
- Kasachstan
- Südafrika
Diese Staaten werden zu entscheidenden Gliedern in der Kette der Umgehungsversuche. Sie erlauben es russischen Oligarchen, moderne Flugzeuge zu nutzen, obwohl eigentlich Beschränkungen gelten. Die aufgedeckte Praxis zeigt, wie schwer es der internationalen Gemeinschaft fällt, illegale Finanzströme zu unterbinden.
Die beschriebenen Methoden unterstreichen die Notwendigkeit, die Kontrolle über Vermittlerfirmen zu verschärfen und die Reaktionsmechanismen gegen solche Verstöße zu verbessern. Denn durch die Registrierung in sanktionsfreien Jurisdiktionen sichern sich die Oligarchen weiterhin Zugang zu Luxus und Ressourcen – trotz aller wirtschaftlichen Maßnahmen gegen sie.
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