Ukrainischer Geheimdienst: Moskaus Einfluss in Afrika bleibt trotz Prigoschins Tod bestehen.
Russlands Stand in Afrika
Nach Angaben von Novyny.live: Andrij Tschernjak, ein Vertreter der Hauptverwaltung für Aufklärung beim ukrainischen Verteidigungsministerium (HUR MO), erklärte, dass Russland seinen Einfluss in Afrika trotz des Todes von Jewgeni Prigoschin und der Auflösung der Söldnertruppe 'Wagner' nicht verloren habe. In den letzten drei Jahren habe Moskau keine wesentlichen Einbußen in der Region erlitten. Obwohl die 'Wagner'-Gruppe in der Ukraine Niederlagen hinnehmen musste und in Russland einen gescheiterten Aufstand anzettelte, bleibt die Machtposition des Kremls in Afrika beträchtlich.
Tschernjak betonte, dass die Überreste von 'Wagner' in das sogenannte 'Afrikakorps' umstrukturiert wurden, das zwischen 8.000 und 10.000 Kämpfer umfasst. Diese neue Einheit unterstützt weiterhin Militärjuntas in der Region.
„Trotz dieser wahrhaft demütigenden Niederlagen ist es noch zu früh, um von einem Verlust der russischen Positionen in Afrika zu sprechen“, so Tschernjak.Diese Neuorganisation zeigt, dass Russland seine militärische Präsenz in Afrika bewusst anpasst, um weiterhin Einfluss ausüben zu können.
Untergrabende Aktivitäten und die Rolle russischer Söldner
Er wies zudem darauf hin, dass die subversive Arbeit in Afrika von russischen Geheimdiensten durchgeführt wird, insbesondere vom Generalstab des militärischen Nachrichtendienstes und dem Auslandsgeheimdienst der Russischen Föderation. Diese Maßnahmen belegen die Absicht des Kremls, seinen Einfluss in afrikanischen Ländern zu bewahren, ungeachtet innerer Probleme und Verluste.
Vor diesem Hintergrund wurde bekannt, dass in Aserbaidschan im Juli 2025 zwei Mitglieder der 'Wagner'-Gruppe festgenommen wurden – ein Hinweis darauf, dass russische Söldner weiterhin in verschiedenen Regionen aktiv sind. Im Herbst 2025 wurde Kyrylo Budanow zudem nach dem Tod von Jewgeni Prigoschin befragt, was das anhaltende Interesse an den Ereignissen um diese Person und ihren Einfluss auf die russische Militärstrategie in Afrika unterstreicht. Dies zeigt, wie sehr die Entwicklungen um Prigoschin die geopolitischen Dynamiken weiterhin prägen.
Der russische Einfluss in Afrika bleibt ein zentraler Aspekt der globalen Geopolitik, da die Länder der Region häufig zum Schauplatz des Wettstreits zwischen Großmächten um Ressourcen und strategische Positionen werden. Die Aufrechterhaltung einer militärischen Präsenz durch umstrukturierte Einheiten wie das Afrikakorps deutet darauf hin, dass Russland trotz innerer Herausforderungen aktiv nach neuen Wegen sucht, um seine Politik in Afrika zu stützen. Dies könnte auch die politische Lage in jenen Ländern beeinflussen, in denen Moskau versucht, seine Positionen durch die Unterstützung lokaler Regime und Juntas zu festigen.
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