Ukrainischer Geheimdienst attackiert russischen Raketentreibstoff-Hersteller.
Ziel: Forschungsanlage in Redkino
Nach Angaben von Novyny.live: Am 7. Februar 2023 griff der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) das Forschungsinstitut in Redkino im russischen Gebiet Twer an. Diese Anlage stellt eine Schlüsselkomponente für die russische Kriegsführung her: Spezialtreibstoff, insbesondere 'Decilin-M', für Marschflugkörper des Typs Ch-55 und Ch-101. Das Unternehmen steht bereits unter Sanktionen der USA, Großbritanniens und weiterer Staaten. Solche Treibstoffe sind für den Betrieb von Präzisionswaffen unverzichtbar.
Bei dem Angriff trafen Drohnen des SBU das Werksgelände und lösten einen Großbrand aus. Augenzeugenberichten zufolge stieg eine massive schwarze Rauchsäule über dem Objekt auf. Die Produktionsstätte in Redkino ist, wie Andrij Kowalenko erläuterte, bereits seit der Sowjetära Teil des russischen Rüstungskomplexes.
Eskalation im Schattenanschlag
Der Schlag gegen die Treibstoffproduktion reiht sich in eine Serie ukrainischer Operationen ein. Bereits am 3. Februar 2023 hatten die ukrainischen Streitkräfte mehrere militärische Ziele in Russland attackiert. Die Lage eskalierte weiter, als am 6. Februar 2023 in Moskau ein Anschlag auf den Ersten Stellvertreter des GRU-Chefs, Wladimir Alexejew, verübt wurde – ein Vorfall, der die ohnehin angespannte Situation zusätzlich verschärfte.
Der erfolgreiche Angriff auf das Redkino-Forschungsinstitut unterstreicht die wachsende Reichweite und Zielgenauigkeit ukrainischer Gegenoffensiven. Die Zerstörung von Kapazitäten zur Herstellung von Raketentreibstoff trifft die russische Rüstungsindustrie an einer neuralgischen Stelle. Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse bleibt die Sicherheitslage in der Region äußerst instabil, und weitere Vergeltungsschläge sind zu befürchten.
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