Ukrainischer Geheimdienst zerschlägt Korruptionsring: 300.000 Dollar bei Ärztin sichergestellt.
Schlag gegen Netzwerk für Wehrdienstflucht
Nach Angaben von TSN.ua: Der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) hat im Gebiet Dnipropetrowsk ein korruptes Netzwerk aufgedeckt, das Wehrpflichtigen half, der Mobilisierung zu entgehen. Bei einer Durchsuchung bei der Leiterin einer militärärztlichen Kommission (VLC) wurden 300.000 Dollar in bar sowie Beweise für Missbrauch sichergestellt. Die Beamtin hatte gefälschte medizinische Bescheinigungen ausgestellt, die es den Männern ermöglichte, den Dienst in den Streitkräften legal zu umgehen.
Die illegalen 'Dienstleistungen' begannen bei einem Preis von 2.500 Dollar. In das System waren auch ein Mitarbeiter eines Territorialen Rekrutierungs- und Sozialunterstützungszentrums (TZK ta SP) sowie ein 58-jähriger Bewohner der Region verwickelt. Den Ermittlungen zufolge wurden über 20 Fälle von Bestechungsgeldzahlungen dokumentiert. Den Beschuldigten drohen bis zu zehn Jahre Haft mit Vermögenskonfiszierung.
Weitere Fälle in der Region Iwano-Frankiwsk
Zudem wurden in der Region Iwano-Frankiwsk zwei Sergeants eines Rekrutierungszentrums gefasst, die Wehrpflichtige für 8.000 Dollar nach Rumänien schleusten. Mehr als zehn erfolgreiche Fluchten sind aktenkundig. Diese Vorfälle zeigen schwerwiegende Missstände, die die legale Arbeit der Streitkräfte behindern. Der SBU setzt die Ermittlungen fort.
Die Aufdeckung solcher Korruptionssysteme zur Umgehung der Mobilmachung ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Korruption in der Ukraine, besonders unter Kriegsbedingungen. Derartige Machenschaften können die Verteidigungsfähigkeit des Landes ernsthaft schwächen und das Vertrauen in staatliche Institutionen untergraben. Weitere Untersuchungen auf diesem Gebiet sind für die Wahrung von Recht und Gerechtigkeit im Militärdienst von entscheidender Bedeutung.
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