Ukrainischer Geheimdienst fasst belarussische Spionin nach langjähriger Tätigkeit.
Festnahme einer Agentin in Kiew
Nach Angaben von TSN.ua: Eine Agentin der belarussischen Geheimdienste ist in der ukrainischen Hauptstadt Kiew festgenommen worden. Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) führte die Operation gemeinsam mit der internen Sicherheitsabteilung des militärischen Hauptnachrichtendirektorats (GUR) durch. Der Verdacht gegen die Frau lautet auf Spionage. Ihr Einsatz in der Ukraine reicht bis ins Jahr 2015 zurück, mit dem Ziel, in Strukturen der ukrainischen Militäraufklärung einzudringen.
Die 35-jährige Frau war im Jahr 2020 von Minsk aus für einen Einsatz in die Ukraine entsandt worden. Sie tarnte ihre Aktivitäten als journalistische Arbeit. Nach der Schließung der Medien, mit denen sie zusammenarbeitete, wurde sie für die weitere Tätigkeit in der Ukraine umgeschult. Nach dem russischen Angriffskrieg erhielt sie neue Anweisungen von ihrem KGB-Kurator. Diese umfassten unter anderem die Sammlung von Informationen über belarussische und russische Staatsbürger, die die Ukraine unterstützen.
Rechtliche Konsequenzen und Sicherheitslage
Zudem versuchte die Agentin, in einer Stabsabteilung des GUR des ukrainischen Verteidigungsministeriums unterzukommen. Die Spezialoperation wurde unter der prozessualen Leitung des Generalstaatsanwalts durchgeführt. Für ihre Handlungen, die als Spionage eingestuft werden, droht der Frau eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren.
Der Fall verdeutlicht die anhaltende Aktivität belarussischer Geheimdienste in der Ukraine, insbesondere im Kontext des Krieges. Die Festnahme zeigt die Bemühungen ukrainischer Sicherheitsbehörden, externe Bedrohungen abzuwehren. Solche Vorfälle haben auch Auswirkungen auf das bereits angespannte Verhältnis zwischen Kiew und Minsk, das eng mit Moskau verbündet ist.
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