Birkenwasser-Ernte in der Ukraine: So sammeln Sie legal und umgehen Bußgelder.
Die Zeit des Birkensafts ist gekommen
Nach Angaben von Novyny.live: Mit dem Frühlingsbeginn startet in der Ukraine die Erntezeit für Birkensaft. Diese Tätigkeit fällt unter die sogenannte Nebennutzung des Waldes und ist nur mit einer offiziellen Genehmigung, dem sogenannten Forstticket, erlaubt. Wer die gesetzlichen Vorgaben missachtet, riskiert empfindliche Geldstrafen.
Entgegen einer verbreiteten Annahme ist das Sammeln von Baumsaft nicht vom allgemeinen Betretungsrecht der Wälder gedeckt. Dies legt Artikel 66 des ukrainischen Waldgesetzbuches eindeutig fest. Ohne die erforderliche Genehmigung handelt es sich um einen Verstoß, der ein Verwaltungsverfahren nach sich ziehen kann. Das unerlaubte Anzapfen einer Birke kann mit einer Strafe von bis zu 51 Hrywnja belegt werden.
Hohe Geldbußen bei Verstößen
Zusätzlich stellt das Ernten von Birkensaft innerhalb von Ortschaften einen Verstoß gegen die Vorschriften zur Pflege von Grünanlagen dar. Hierfür sehen die Kommunalverordnungen deutlich höhere Sanktionen vor:
- Für Privatpersonen: zwischen 340 und 1.360 Hrywnja.
- Für Amtsträger und Unternehmer: zwischen 850 und 1.700 Hrywnja.
Wer finanzielle Strafen vermeiden möchte, sollte sich daher strikt an die gesetzlichen Regelungen halten. Birkensaft ist in der Ukraine ein geschätztes Naturprodukt, dem traditionell gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden. Die Einhaltung der Sammelvorschriften ist jedoch entscheidend, um die Wälder zu schützen und ihre natürlichen Funktionen zu erhalten. Rechtsverstöße schaden nicht nur dem eigenen Geldbeutel, sondern können auch das sensible ökologische Gleichgewicht stören.
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