EU-Treffen auf Zypern: Kiews Außenminister fordert mehr Tempo und klare Linie von Brüssel.
Ukrainischer Chefdiplomat bei inoffiziellem EU-Rat
Nach Angaben von UATV: Am 27. Mai reiste der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha nach Limassol auf Zypern. Dort nahm er an einem informellen Treffen der EU-Außenminister teil. Im Mittelpunkt standen zwei Themen: wie Europa seine Rolle bei Friedensbemühungen ausbauen kann und welche Fortschritte die Ukraine auf ihrem Weg in die Europäische Union macht.
Sybiha drängte die EU, bereits im Juni alle sechs Verhandlungskapitel für sein Land zu öffnen. Er betonte, dass angesichts der sich wandelnden Kriegsdynamik jetzt entschlossenes Handeln gefragt sei.
„Die Zeit ist reif, diese Karte auszuspielen. Während sich die Dynamik des Krieges verändert und die asymmetrische Strategie der Ukraine Früchte trägt, muss Europa jetzt entschlossen handeln und den Frieden näher bringen – als Ergänzung zur wichtigsten Verhandlungsspur unter der Führung der USA,“ so Sybiha.
Der Minister machte zudem klar, dass ein Erfolg bei den Friedensbemühungen ein klares Mandat voraussetze. Dieses müsse die einheitliche Stimme Europas widerspiegeln.
„Wir müssen nicht damit beginnen, eine Person oder eine Gruppe auszuwählen, die diese Bemühungen anführt. Wir müssen das Mandat klar definieren – und es muss die einheitliche Stimme Europas repräsentieren. Europa hat die Hebel, um greifbare Ergebnisse zu erzielen – allen voran die Sanktionen und die eingefrorenen russischen Vermögenswerte,“ erklärte Sybiha.
Bedeutung des Treffens für die Zusammenarbeit mit Europa
Das informelle Treffen markierte einen wichtigen Schritt bei der Gestaltung der europäischen Politik gegenüber der Ukraine. Es diente auch dazu, angesichts aktueller Herausforderungen Wege für eine engere Zusammenarbeit auszuloten.
Sybihas Auftritt unterstreicht, wie sehr die Ukraine ihre Bemühungen um eine europäische Integration intensiviert – besonders vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges. Die Öffnung der Verhandlungskapitel könnte den Beitrittsprozess beschleunigen, was wiederum die Sicherheit und Stabilität der gesamten Region stärken würde. Ein einheitliches Mandat Europas in den Friedensbemühungen gilt als entscheidend, um bei Verhandlungen mit Russland geschlossen und effektiv auftreten zu können.
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