Ukrainische Streitkräfte attackierten im Juni tausendfach russisches Gebiet: Ölraffinerien, Stützpunkte und die Krim getroffen.
Einsätze der ukrainischen Verteidigungskräfte im Juni 2023
Nach Angaben von Espreso.tv: Im Juni 2023 führten die ukrainischen Verteidigungskräfte (UDK) tausende Angriffe auf russische Militär- und Wirtschaftsinfrastruktur durch. Dabei trafen sie kritische Ziele sowohl auf russischem Territorium als auch auf der zeitweise besetzten Krim. Insgesamt wurden 8.500 Missionen geflogen, aufgeteilt in:
- 2.359 Einsätze im Bereich Deep Strike (500-2.000 km)
- 3.406 Einsätze im Bereich Middle Strike (150-300 km)
- 2.747 Einsätze im Bereich Front Strike (25-150 km)
Durch die Attacken wurden 172 Objekte der russischen Rüstungsindustrie und Energieversorgung getroffen. Insgesamt wurden 1.682 Ziele neutralisiert oder beschädigt, darunter 1.265 präzise getroffene Ziele. Zu den angegriffenen Schlüsselobjekten zählten:
- Das Gaskondensatwerk in Astrachan
- Die Raffinerien Ilski, Afipski, Nowokujbyschewski, Moskau und Slawjansk
- Lukoil-Nischni Nowgorod-Ölverarbeitung
Weitere getroffene Ziele waren Tanklager:
- Peterhof
- Rossosch
- Surovikino
sowie Terminals in Sankt Petersburg. Auch militärische und industrielle Einrichtungen wurden attackiert: der Hafen Kawkas, das Gasbetonwerk Kaluga und das Konstruktionsbüro für Gerätebau. Darüber hinaus wurden Seeziele getroffen, darunter der Stützpunkt Kronstadt, das 15. Arsenal der russischen Marine und die Korvette Boiki. Zudem lagen die Satellitenkommunikationszentren Dubna, Skolkovo und Medweschje Osjora unter Beschuss.
Angriffe auf Russlands Militärinfrastruktur
In der Nacht zum 2. Juli schlugen Einheiten der ukrainischen Verteidigungskräfte erneut gegen mehrere militärische und kriegswirtschaftliche Objekte Russlands zu. Robert Browdi erklärte dazu:
'Es ist eine vollendete Tatsache: Der Vogel-2026 bringt die brennenden Spezialeffekte des Krieges auf das Territorium des Besatzers – einen ruhigen Hinterland gibt es für den Wurm im gesamten europäischen Teil Moskowiens nicht mehr.' - Robert Browdi
Diese Aktionen der ukrainischen Streitkräfte zeigen eine aktive Gegenstrategie zur russischen Militäraggression, die sich auf für den Gegner kriegsentscheidende Ziele konzentriert. Die erfolgreichen Angriffe könnten die operativen Fähigkeiten Russlands beeinträchtigen, indem sie seine Kampfkraft und Logistik schwächen. Gleichzeitig erzeugen sie psychologischen Druck, indem sie die Verletzlichkeit seiner militärischen Infrastruktur offenlegen. Die ukrainischen Verteidiger setzen damit ein klares Zeichen, dass der Krieg nicht nur an der Front, sondern tief im russischen Hinterland stattfindet.
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