Gehälter bei der Ukrposhta: Was Postmitarbeiter wirklich verdienen.
Wie hoch sind die Löhne bei der ukrainischen Post?
Nach Angaben von Novyny.live: Die Diskussion um die Bezahlung bei der staatlichen Post Ukrposhta dreht sich um die Gehälter von Zustellern, das Bonussystem und den anhaltenden Personalmangel. Der Generaldirektor des Unternehmens, Ihor Smilianskyj, gibt an, dass der monatliche Mindestlohn für Angestellte bei 8.650 Hrywnja liegt. Die tatsächliche Höhe des Verdienstes variiert jedoch stark, abhängig von Position und Einsatzort.
Für Dezember 2025 prognostiziert das Unternehmen ein Durchschnittsgehalt von 29.000 Hrywnja für Filialleiter in Kiew. Operative Mitarbeiter sollen dort etwa 21.000 Hrywnja erhalten. In anderen Großstädten wie Lwiw, Odessa, Charkiw und Chmelnyzkyj liegen die Gehälter für Filialleiter bei 21.000 bis 22.000 Hrywnja, operative Kräfte kommen auf rund 17.000 Hrywnja.
Ein wesentlicher Teil des Einkommens setzt sich aus Leistungsprämien zusammen:
- Für jede angenommene oder ausgegebene Sendung oder jeden Brief werden zwischen 1 und 20 Hrywnja gezahlt;
- Für jede entgegengenommene Zahlung gibt es 1 Hrywnja;
- Zusätzliche Boni werden für die Auszahlung von Renten, die Annahme von Zeitungsabonnements und die Zustellung von Briefen gewährt.
Smilianskyj betont, dass die Ukrposhta keine staatlichen Subventionen erhält, sondern im Gegenteil über 3 Milliarden Hrywnja an Steuern abführt. Für die Sommererholung der Kinder von Mitarbeitern wurden 2025 mehr als 18 Millionen Hrywnja bereitgestellt. Um dem Personalmangel entgegenzuwirken, plant das Unternehmen für das erste Quartal 2026 einen Einstiegsbonus von 5.000 Hrywnja für neue Filialleiter und operative Mitarbeiter.
Personalmangel und geplante Gegenmaßnahmen
In den sozialen Medien sorgten in den letzten Tagen kritische Beiträge unter dem Stichwort 'statt eines Rebrandings' für Aufsehen, in denen Experten die 'minimalen und ausbeuterischen Löhne' in den Postfilialen und deren Auswirkungen auf die Personaldecke anprangerten. Ihor Smilianskyj hält dagegen und verweist darauf, dass ein Filialleiter in Kiew durchaus 30.000 Hrywnja und mehr verdienen kann, abhängig vom Arbeitsaufkommen. Er unterstreicht erneut, dass das Unternehmen keinerlei finanzielle Zuschüsse aus dem Staatshaushalt erhält.
Zusammenfassend zeigt sich das Lohnniveau bei der Ukrposhta als sehr heterogen. Trotz der anerkannten Personalprobleme versucht der Konzern, die Situation durch ein ausgeprägtes Prämienmodell und neue Einstiegsboni zu entschärfen.
Die Gehaltsfrage bleibt ein gesellschaftlich relevantes Thema, insbesondere vor dem Hintergrund der angekündigten Gehaltsanpassungen und Bonuszahlungen. In einem zunehmend wettbewerbsintensiven Arbeitsmarkt für qualifiziertes Personal könnten solche Initiativen entscheidend sein, um die Personallücke zu schließen. Die weitere Entwicklung wird aufmerksam verfolgt werden, da sie unmittelbaren Einfluss auf die Servicequalität für Kunden und die Effizienz des gesamten Unternehmens haben kann.
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