Langzeitstudie: Nachteulen erleiden deutlich häufiger Herzinfarkte.
16 Prozent höheres Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall
Nach Angaben von TSN.ua: Eine im Journal der American Heart Association veröffentlichte Studie belegt den Zusammenhang zwischen einem späten Chronotyp und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die über 14 Jahre laufende Untersuchung mit mehr als 320.000 Erwachsenen im Alter von 39 bis 74 Jahren kam zu einem alarmierenden Ergebnis: Personen, die abends und nachts aktiver sind – sogenannte Nachteulen – wiesen zu 79 Prozent häufiger insgesamt schlechtere kardiovaskuläre Gesundheitswerte auf als Frühaufsteher. Dies unterstreicht, wie sehr unsere innere Uhr die Gesundheit beeinflusst.
Konkret haben Menschen mit ausgeprägtem Abendtyp ein um 16 Prozent erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Angesichts der Tatsache, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den häufigsten Todesursachen zählen, sind diese Zahlen besorgniserregend. Die Forschenden raten daher, spätestens um 1 Uhr nachts schlafen zu gehen, um die mit der späten Aktivität verbundenen Risiken zu verringern.
'Nachteulen sind nicht von Natur aus ungesünder, aber sie stehen vor Herausforderungen, die die Aufrechterhaltung eines gesunden Lebensstils für sie besonders wichtig macht.' Dr. Kristen Knutson
Diese Aussage betont die Notwendigkeit einer gezielten Lebensstilanpassung für Menschen, die zu später Aktivität neigen. Die Studienergebnisse sollten daher für alle, die in einem 'nächtlichen' Rhythmus leben, ein Weckruf sein, ihre Gewohnheiten zu überdenken und proaktiv gegenzusteuern.
Ausblick: Chronobiologie und Prävention
Die Erkenntnisse dürften weitere Forschungen zum Einfluss der circadianen Rhythmen auf die Gesundheit vorantreiben. Dies könnte zu neuen, maßgeschneiderten Lebensstil-Empfehlungen für Nachteulen führen. Da Herz-Kreislauf-Erkrankungen weltweit eine der Haupttodesursachen bleiben, ist es entscheidend, Risikominderungsstrategien zu entwickeln, die die natürlichen Biorhythmen der Menschen berücksichtigen.
Die gezielte Anpassung des Lebensstils könnte so zur Grundlage neuer Präventionsprogramme werden.
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