Zwei Brände in Raffinerien in Europa in einer Nacht: Was über die Folgen bekannt ist.
Nach Angaben von inkorr.com: In der Nacht vom 20. bis 21. Oktober gab es in Europa zwei schwere Brände in Raffinerien. Beide Fälle ereigneten sich in Werken, die russisches Öl verarbeiten oder russischen Unternehmen gehören.
Brand in Ungarn
Der erste Brand brach in der Hauptölraffinerie MOL in der Stadt Százhalombatta aus. Das Feuer breitete sich auf die Anlage zur Destillation von Rohöl aus. Am Dienstagmittag gelang es den Feuerwehrleuten, die Flammen einzudämmen, berichtet die Nachrichtenagentur AP.
Diese Raffinerie ist das einzige große Ölverarbeitungsunternehmen in Ungarn, das überwiegend mit russischem Öl arbeitet, das durch die Pipeline 'Druzhba' geliefert wird. Zeugen berichteten, dass Flammen und Rauch mehrere Kilometer weit sichtbar waren.
Die Firma MOL gab bekannt, Notfallprotokolle zu aktivieren, und die Bewertung der Schäden ist im Gange. Die Unternehmensleitung legt Wert auf die Sicherstellung der innerbetrieblichen Kraftstoffversorgung und prüft die Möglichkeit, strategische Reserven zu nutzen.
Vorfall in Rumänien
Ein weiterer Brand ereignete sich auch in der Raffinerie Petrotel-Lukoil in Ploiești, die der russischen Firma 'Lukoil' gehört. Laut dem Bericht von DiGi24 kam es in der momentan in der Reparatur befindlichen Raffinerie zu einer Explosion. Die jährliche Kapazität der rumänischen Raffinerie beträgt 2,5 Millionen Tonnen. Bei dem Vorfall wurde ein 57-jähriger Mitarbeiter verletzt, der ins Krankenhaus gebracht wurde.
Die Ursachen beider Brände sind derzeit noch unbekannt und werden untersucht. Die Untersuchung der Situation und die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen in diesen Betrieben könnten die Öllieferungen in der Region beeinflussen, da beide Raffinerien eine wichtige Rolle in der Energieinfrastruktur ihrer Länder spielen. Die Situation verdeutlicht auch die potenziellen Risiken, die mit der Nutzung russischer Ressourcen in den westlichen Ländern verbunden sind, die derzeit nach Alternativen suchen, um ihre Abhängigkeit von russischen Energieversorgungen zu verringern.
Lesen Sie auch
- Trotz Sanktionen: EU steigert Importe russischer Brennstoffe – Mai-Zahlen im Überblick
- Wiederaufbaukonferenz 2026: Polen und Ukraine erwarten 5.000 Teilnehmer und 200 Abkommen
- 23-Millionen-Skandal: Betrugsverdacht bei Bau von Schutzräumen
- Neue Vorwürfe gegen Firmenchef: 21 Millionen unbezahlte Mehrwertsteuer im Skandal um 3 Milliarden für Munition
- Fast 41 Millionen unterschlagen: Ehemaligen Beamtinnen in der Westukraine drohen bis zu 12 Jahre Haft
- Ab Juli gelten neue Zuschläge für Soldaten: Diese finanziellen Änderungen kommen auf die Truppe zu

