USA werfen EU vor, mit Indien-Deal Russlands Krieg zu finanzieren.
US-Finanzminister kritisiert EU-Indien-Abkommen scharf
Nach Angaben von Novyny.live: US-Finanzminister Scott Bessent hat das Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien kommentiert und dabei Besorgnis geäußert, dass Europa durch den Kauf russischen Öls den Krieg finanziere. Bessent brachte es auf den Punkt:
„Die Europäer finanzieren den Krieg gegen sich selbst“. Er wies darauf hin, dass die USA bereits 25% Zölle gegen Indien für dessen russische Öleinkäufe verhängt haben. Dies unterstreicht die unterschiedlichen energiepolitischen Ansätze der beiden Regionen in einer angespannten geopolitischen Lage.
Freihandelsabkommen und seine kontroversen Folgen
Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien sieht eine Senkung der Zölle auf Autos mit Verbrennungsmotor vor. Indien hat diese bereits von 110% auf 40% reduziert und plant eine weitere Absenkung auf 10%. Für Fahrzeuge über 15.000 Euro gilt eine Importquote von 200.000 Stück. Die geringe Marktdurchdringung europäischer Automarken in Indien von weniger als 4% wirft jedoch die Frage auf, wie wirksam diese Vereinbarung tatsächlich ist.
Indien nahm den Import von Öl aus Russland am 2. Januar 2023 wieder auf, was in Washington auf Kritik stieß. Bereits am 5. Januar drohte der ehemalige US-Präsident Donald Trump Indien mit massiven Zöllen für genau diese Einkäufe. Die Situation zeigt die komplexen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen, vor denen Staaten in der globalen Energiekrise stehen.
Das Abkommen zwischen der EU und Indien könnte den globalen Energiemarkt erheblich beeinflussen, insbesondere im Spannungsfeld der Beziehungen des Westens zu Russland. Die klare Haltung der USA zu Indiens Ölgeschäften mit Moskau verdeutlicht die angespannte internationale Lage, die zu neuen Handelskonflikten führen könnte. Zwar könnten die gesenkten Auto-Zölle Investitionen in die indische Wirtschaft ankurbeln, doch der tatsächliche Nutzen des Deals bleibt fraglich, solange europäische Marken auf dem indischen Markt kaum präsent sind.
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