Lockere US-Sanktionen gegen russisches Öl: Selenskyj beziffert ukrainische Verluste auf Milliarden.
Washington lockert Strafmaßnahmen für russisches Öl
Nach Angaben von UATV: Die Vereinigten Staaten haben ihre Sanktionen gegen russisches Öl vorübergehend gelockert, um die Preise auf den globalen Märkten zu stabilisieren. Diese Entscheidung sorgt in Kiew und europäischen Hauptstädten für Unruhe: Präsident Wolodymyr Selenskyj und andere europäische Führungspersönlichkeiten befürchten, dass Russland dadurch zusätzliche Mittel für seinen Krieg erhält und die globale Sicherheit gefährdet wird.
Die vorübergehende Aufweichung der Strafmaßnahmen gegen Russland trat am 13. März 2023 in Kraft. Sie erlaubt die Lieferung und den Verkauf von russischem Rohöl sowie Erdölerzeugnissen, die ab dem 12. März 2023 auf Schiffe verladen wurden. Die entsprechende Lizenz für den Ölhandel gilt bis Mitternacht (Ortszeit Washington) des 11. April 2023. Nach dem Ende der sogenannten „Krise“ im Nahen Osten sollen die ursprünglichen Sanktionen, die nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022 verhängt wurden, wieder in Kraft treten.
Kiews Besorgnis und Expertenstimmen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich alarmiert: Die Sanktionslockerung könnte Russland rund 10 Milliarden US-Dollar für seinen Krieg gegen die Ukraine einbringen. Die Lage bleibe angespannt, betonte er. Zusätzlich treibt die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran die weltweiten Ölpreise in die Höhe – etwa 20 Prozent der globalen Förderung werden durch diese Meerenge transportiert.
In Fachkreisen gehen die Meinungen zur Lockerung der Sanktionen auseinander:
- Olexandr Sawtschenko merkte an:
„Dieses ‚Fest‘ der hohen Ölpreise wird nicht lange andauern.“
- Pjotr Kulpa hingegen ist der Ansicht, dass Europa nicht die Sanktionen lockern, sondern im Gegenteil verschärfen sollte.
Diese Einschätzungen unterstreichen, wie wichtig eine konsequente Sanktionspolitik für die globale Sicherheit ist. Zur Einordnung: Die russischen Einnahmen aus dem Ölsektor sind im Januar 2026 im Vergleich zum Januar 2025 um 47,3 Prozent eingebrochen – ein Beleg für die schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen der Sanktionen. Angesichts des veränderten Kurses der USA bleibt die Entwicklung auf den Weltmärkten für Experten und politische Entscheidungsträger ein zentrales Thema.
Die vorübergehende Lockerung durch die USA könnte die Finanzierung der russischen Kriegsmaschinerie spürbar verändern, was in Kiew und anderen europäischen Hauptstädten Besorgnis auslöst. Gleichzeitig dürfte die Entscheidung nur kurzfristige Effekte auf den Ölmarkt haben – die möglichen negativen Folgen für die globale Sicherheit und Stabilität wiegen schwerer. Der weitere Verlauf des Ukraine-Kriegs, die Lage im Nahen Osten und die Reaktion der internationalen Gemeinschaft werden die künftige Sanktionsstrategie gegenüber Russland maßgeblich beeinflussen.
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