Simeon und Anna: Die beiden Greise, die im Tempel den Erlöser erkannten.
Gedenktag der Heiligen Simeon und Anna
Nach Angaben von TSN.ua: Am 3. Februar gedenkt die orthodoxe Kirche zweier besonderer Gestalten: Simeon, dem Gottempfänger, und der Prophetin Anna. Ihre Begegnung mit dem Jesuskind im Tempel zu Jerusalem ist im Lukasevangelium, Kapitel 2, Verse 22-38, festgehalten. Gemäß jüdischer Sitte brachten Maria und Josef ihren erstgeborenen Sohn vierzig Tage nach der Geburt dorthin, um ihn Gott zu weihen. Dort wurden sie von den beiden betagten Dienern Gottes erwartet.
Simeon, einer der siebzig Übersetzer der Heiligen Schrift, hatte sein langes Leben im Gebet und in der Hoffnung auf den verheißenen Messias verbracht. Der Überlieferung nach war er über dreihundert Jahre alt geworden. Die Erfüllung dieser langen Erwartung erlebte er, als er das Kind Jesus in seine Arme nehmen durfte – ein Schlüsselmoment, der seinen Glauben besiegelte.
Die Prophetin Anna und die Bedeutung der Begegnung
Die zweite Zeugin dieser Szene war die Prophetin Anna, eine Tochter Fanuels aus dem Stamm Ascher. Zum Zeitpunkt der Begegnung war sie vierundachtzig Jahre alt. Wie Simeon erkannte auch sie in dem Säugling den ersehnten Erlöser. Ihre gemeinsame Gegenwart im Tempel unterstreicht die Bedeutung dieses Ereignisses: Schon im Kindesalter wurde Jesus von den Frommen Israels als der Messias bezeugt. Diese Szene ist ein zentrales Fundament des christlichen Glaubens.
Der Gedenktag der beiden Heiligen betont somit die Themen der treuen Erwartung und der unerschütterlichen Hoffnung. Ihr Zeugnis zeigt, dass die Heiligkeit Jesu bereits von Beginn an anerkannt wurde, lange bevor er sein öffentliches Wirken begann. Dieses Fest, das in der Ostkirche als "Darstellung des Herrn" begangen wird, hat daher einen hohen Stellenwert im liturgischen Jahr und im Glaubensleben der Gläubigen.
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