KI erkennt Bären am Gesicht: Revolution im Artenschutz.

KI erkennt Bären am Gesicht: Revolution im Artenschutz
KI erkennt Bären am Gesicht: Revolution im Artenschutz

Bärenmonitoring per Gesichtserkennung

Nach Angaben von TSN.ua: Forscher haben mit PoseSwin eine Software entwickelt, die mithilfe Künstlicher Intelligenz Bären anhand anatomischer Merkmale identifiziert – selbst wenn sich ihre Körpergröße verändert. Diese Technologie könnte das Monitoring von Wildtieren grundlegend verbessern und ist ein wichtiger Schritt für den Artenschutz. Solche nicht-invasiven Methoden sind für die Tiere deutlich schonender als herkömmliche Markierungen.

Ein Team der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) und der Alaska Pacific University (APU) trainierte die PoseSwin-Software mit 72.000 Fotos von 109 verschiedenen Bären. Erste erfolgreiche Tests fanden bereits in Schutzgebieten Alaskas statt, unter anderem im Katmai-Nationalpark. Im McNeil River State Game Sanctuary überwacht das System inzwischen mehr als 100 Bären, was seine Praxistauglichkeit unter realen Bedingungen belegt.

Der Forscher Oleksandr Mytis erklärt den Ansatz: 'Unsere biologische Intuition sagte uns, dass Gesichtsmerkmale in Kombination mit der Körperhaltung verlässlicher sein würden als die reine Körperform.'

Diese Erkenntnis unterstreicht, wie wichtig anatomische Details wie der Winkel der Augenbrauenbögen, die Position der Ohren oder die Form der Schnauze für die Wiedererkennung sind. Die Nutzung dieser Merkmale durch KI eröffnet der Wildtierforschung völl neue Möglichkeiten.

Vorteile für den Artenschutz

Durch präzisere und effizientere Erfassung kann die Technologie langfristig zum Erhalt bedrohter Populationen beitragen.

  • Verbesserte Datenerhebung zu Beständen und Verhaltensmustern.
  • Entwicklung wirksamerer Schutzstrategien.
  • Präzises Tracking von Individuen und deren Gesundheitszustand.

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz im Monitoring, insbesondere bei charismatischen Arten wie Bären, setzt neue Maßstäbe in der ökologischen Forschung. Solche innovativen Lösungen erweitern die Werkzeuge für den Naturschutz erheblich und machen langfristige Studien weniger störend für die Tiere.


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