Fünf Jahre Haft für Administrator von Viber-Gruppe mit sensiblen Mobilisierungsdaten.
Prozess wegen Verrats von Daten zu ukrainischen Einberufungsstellen
Nach Angaben von Novyny.live: Ein Gericht in der Stadt Bila Zerkwa hat einen Mann verurteilt, der eine offene Gruppe im Messenger Viber verwaltete. In dieser Gruppe wurden vom 24. August 2024 bis zum 21. Januar 2025 hochsensible Informationen verbreitet. Veröffentlicht wurden unter anderem genaue Adressen, Straßennamen und Fotos von Mitarbeitern der Territorialen Rekrutierungs- und Sozialunterstützungszentren (TZK ta SP). Diese Zentren sind in der Ukraine für die Mobilisierung zuständig.
Mehr als 3.500 Abonnenten der Gruppe erhielten Benachrichtigungen über neue Posts, was es ihnen ermöglichte, Mobilisierungsmaßnahmen zu umgehen. Der Angeklagte hatte am 18. Juni 2025 ein Schuldanerkenntnis abgegeben. Das Gericht verhängte daraufhin eine Strafe von fünf Jahren Freiheitsentzug mit einer einjährigen Bewährungsfrist.
Bedeutung des Urteils für die nationale Sicherheit
Der Fall unterstreicht, wie schwerwiegend die unerlaubte Weitergabe von Informationen gewertet wird, die die nationale Sicherheit gefährden können. Das Urteil markiert einen wichtigen Schritt im Kampf gegen solche Straftaten. In Kriegszeiten können derartige Datenlecks nicht nur Einzelpersonen, sondern die gesamte Gesellschaft in Gefahr bringen und weitreichende Konsequenzen haben.
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