Preisvergleich: So viel kostet die Fahrt im Kleinbus quer durch die Ukraine.
Große regionale Unterschiede bei den Fahrpreisen
Nach Angaben von Novyny.live: Die Kosten für eine Fahrt im Sammeltaxi, dem typischen ukrainischen Marschrutka, unterscheiden sich je nach Stadt erheblich. Die höchsten Preise werden derzeit in Lwiw und Charkiw verlangt, wo eine Fahrt 25 Hrywnja kostet. In Lwiw gibt es jedoch Rabatte: Mit der LeoCard zahlt man nur 17 Hrywnja, bei Bezahlung mit Bankkarte 20 Hrywnja. Lokale Verkehrsunternehmen in der westukrainischen Metropole fordern sogar eine Erhöhung auf 35 Hrywnja, was zu kontroversen Diskussionen führen könnte.
In Charkiw ist die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel seit 2022 kostenlos. Die Fahrt mit U-Bahn, Trolleybus, Straßenbahn oder Bus kostet dort nichts, was die Wahl der Verkehrsmittel für die Bewohner stark beeinflusst. In anderen Großstädten gestalten sich die Tarife für Marschrutkas wie folgt:
- Uschhorod: Der Fahrpreis liegt bei 23 Hrywnja. Seit Dezember letzten Jahres kostet eine Fahrt bei Zahlung mit Karte nur noch 18 Hrywnja.
- Dnipro, Schytomyr, Odessa und Tscherkassy: Hier liegt der Durchschnittspreis bei 20 Hrywnja pro Fahrt.
- Saporischschja, Luzk, Riwne und Chmelnyzkyj: In diesen Städten zahlt man im Schnitt 18 Hrywnja.
Wo das Fahren am günstigsten ist
Die niedrigsten Preise für Marschrutka-Fahrten findet man in der Hauptstadt Kiew sowie in mehreren regionalen Zentren. In Kiew, Winnyzja, Iwano-Frankiwsk, Kropywnyzkyj, Mykolajiw, Poltawa, Sumy, Ternopil, Tscherniwzi und Tschernihiw kostet eine Fahrt einheitlich 15 Hrywnja. Für Cherson liegen aktuell keine verlässlichen Daten vor. Die Tarife in den besetzten Gebieten von Donezk und Luhansk sind in dieser Übersicht nicht berücksichtigt.
Die große Preisspanne zeigt die regionalen Unterschiede in der Verkehrspolitik und unterstreicht den laufenden Diskussionsbedarf über eine mögliche Anpassung.
Die Tarifvielfalt macht deutlich, wie wichtig die Debatte über eine gerechte und sozialverträgliche Verkehrspolitik ist, da Preiserhöhungen viele Haushalte finanziell stark belasten können.
Die Situation in Charkiw mit seinem kostenlosen ÖPNV könnte als Modell für andere Städte dienen und die Diskussion über alternative Finanzierungsmodelle befördern. Die erheblichen Preisunterschiede zwischen den Regionen geben zudem Anlass, über eine bessere Vereinheitlichung oder eine Gegenleistung in Form von verbessertem Service nachzudenken.
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