Kiews Heizkraftwerk 4 zerstört: Raketenangriffe lassen eine halbe Million Menschen frieren.

Kiews Heizkraftwerk 4 zerstört: Raketenangriffe lassen eine halbe Million Menschen frieren
Kiews Heizkraftwerk 4 zerstört: Raketenangriffe lassen eine halbe Million Menschen frieren

Die Zerstörung des Heizkraftwerks 4 in Kiew

Nach Angaben von TSN.ua: Das Heizkraftwerk 4 in der ukrainischen Hauptstadt ist nach monatelangen Angriffen im Winter vollständig zerstört. Ein letzter Treffer mit ballistischen Raketen fügte der Energieinfrastruktur schwere Schäden zu und schnitt rund 500.000 Einwohner von der Wärmeversorgung ab. Vize-Premier Oleksiy Kuleba führte Diplomaten durch die Ruinen der Anlage und verdeutlichte das Ausmaß des russischen Terrors. Er betonte:

„Das sind nicht einfach ballistische Geschosse, das sind Raketen mit Streumunition.“

Internationale Reaktion und Hilfsmaßnahmen

Über den Winter hinweg wurde das Kraftwerk etwa 20 Mal mit Raketen beschossen, was seine Funktionsfähigkeit erheblich beeinträchtigte. Parallel dazu ist auch das Heizkraftwerk 6, das den Stadtteil Trojeschtschyna versorgt, praktisch lahmgelegt. Der deutsche Botschafter in der Ukraine unterstrich die Bedeutung internationaler Hilfe. Deutschland allein habe bereits über 30 mobile Heizkraftwerke geliefert, um die Verluste in der Energieinfrastruktur auszugleichen.

Die Diplomaten, die die zerstörte Anlage besichtigten, zeigten sich entsetzt und besorgt. Andreas Pildigovitsch, einer der Delegierten, forderte:

„Das muss als Kriegsverbrechen Russlands untersucht werden. Das sind genuine genozidale Angriffe auf die Zivilbevölkerung.“
Kateryna Maternowa, eine weitere Teilnehmerin der Delegation, sagte:
„Das ist sehr emotional. Ich habe das zerstörte Kraftwerk gesehen und sehe nun die Auswirkungen dieser Angriffe auf normale Menschen. Das ist schwer zu ertragen, aber Europa ist bereit zu helfen.“

Die Lage in Trojeschtschyna bleibt angespannt, da die Bewohner aufgrund der fehlenden Heizung in der Kälte ausharren müssen. Um die Widerstandsfähigkeit des Energiesystems zu erhöhen, liefern Länder wie Polen, Tschechien, Frankreich und Italien Generatoren und Ausrüstung. Diese Maßnahmen reichen jedoch nicht aus. Experten fordern daher neben technischer Unterstützung auch neue Sanktionen gegen den Aggressor, um weitere derartige Angriffe zu verhindern.

Die Zerstörung des Heizkraftwerks 4 ist ein eindrückliches Beispiel für die massiven Schäden, die die ukrainische Energieinfrastruktur durch den Krieg erleidet. Der Verlust der Wärmeversorgung für Hunderttausende mitten im Winter unterstreicht die brutalen Folgen der Aggression für die Bevölkerung. Internationale Unterstützung, etwa durch mobile Heizkraftwerke, ist ein wichtiger Schritt zur Bewältigung der Krise. Für eine dauerhafte Stabilisierung sind jedoch weitere Anstrengungen und wirksamere Sanktionen gegen Russland unerlässlich.


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