Trumps Wandel in der Ukraine-Frage: Von der 24-Stunden-Lösung zum 'Friedensrat' mit Putin.
Die wechselnden Versprechen des Ex-Präsidenten
Nach Angaben von Novyny.live: Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus am 20. Januar 2025 hat Donald Trump mehrfach seine Position zum Krieg in der Ukraine revidiert. Anfangs behauptete er, den Konflikt innerhalb von 24 Stunden beenden zu können. Im März 2025 erklärte er jedoch, diese Aussage sei nur als Scherz gemeint gewesen. Bereits im Juli desselben Jahres räumte er ein, nicht zu wissen, ob er den russischen Angriffskrieg tatsächlich beenden könne.
Vom umstrittenen Friedensplan zur Kritik an Biden
Bereits 2023 hatte Trump die Idee geäußert, Putin die Besetzung ukrainischer Gebiete zu erlauben, um Frieden zu erreichen – ein Vorschlag, der international auf scharfe Kritik stieß. Im November 2024 veröffentlichte das Wall Street Journal erste Entwürfe seines Friedensplans. Trump behauptete zudem, der russische Großangriff auf die Ukraine und der Hamas-Überfall auf Israel im Oktober 2023 wären unter seiner weiteren Amtszeit nicht geschehen.
Anfang 2026 kündigte Trump dann eine neue Initiative an: Am 16. Januar verkündete er die Gründung eines 'Friedensrats', an dem nach Bekanntwerden vom 19. Januar auch Wladimir Putin teilnehmen soll. Trump betonte seine persönliche Bekanntschaft mit beiden Präsidenten, dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj und dem russischen Machthaber, und kommentierte die Aussichten mit den Worten:
„Das wird einfach.“ – Donald Trump
Gleichzeitig griff er die vorherige US-Regierung scharf an: Der 'lügnerische Joe Biden' habe die USA in ein 'echtes Schlamassel' mit Russland hineingezogen, das er nun beenden wolle.
Trumps Ankündigungen zur Beendigung des Krieges durchliefen somit eine deutliche Entwicklung – von vermeintlich schnellen Lösungen hin zu ungewissen Friedensbemühungen unter Einbeziehung des Kreml. Seine Haltung zum Konflikt und die geplante Zusammenarbeit mit Putin stehen international unter genauer Beobachtung.
Der Ukraine-Krieg bleibt eine der größten sicherheitspolitischen Herausforderungen weltweit. Die Aussichten auf eine dauerhafte Lösung hängen von komplexen Faktoren ab, zu denen auch die transatlantischen Beziehungen zählen. Trumps direkter Kommunikationsstil und sein Drängen auf Verhandlungen mit Moskau stellen einen markanten Kontrast zur Politik seiner Vorgänger dar. Skeptiker bezweifeln jedoch, ob sein Ansatz zu einem gerechten und stabilen Frieden führen kann.
Lesen Sie auch
- Angriffe auf Raffinerien und neue Sanktionen: Tsakhkna identifiziert Russlands kritischen Wendepunkt
- Gipfel in Ankara: NATO schnürt 70-Milliarden-Hilfspaket für die Ukraine
- USA schlagen zurück: Iran bricht Waffenruhe und greift Schiffe in der Straße von Hormus an
- Trump wirft Iran Bruch der Waffenruhe vor: Drei US-Drohnen abgeschossen
- Moskau und St. Petersburg im Visier: Wie ukrainische Angriffe Russlands Ölsektor in Milliardenhöhe schädigen
- USA als bewaffneter Dienstleister: Trump will 20 Prozent der Nahost-Erlöse als Schutzgebühr

