Russlands Angriff stoppt Öltransit durch 'Druschba'-Pipeline.
Transit russischen Öls unterbrochen
Nach Angaben von UATV: Ein Beschuss durch russische Streitkräfte hat am 27. Januar den Ölfluss durch die 'Druschba'-Pipeline gestoppt. Wie Georgi Tichy, Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, mitteilte, traf der Angriff die Infrastruktur der Hauptpipeline in der Nähe der Stadt Brody in der Oblast Lwiw und verursachte erhebliche Schäden.
Bei einer Pressekonferenz am 18. Februar erklärte Georgi Tichy:
„Der Öltransit nach Ungarn ist aufgrund des Beschusses der Infrastruktur der Hauptölpipeline 'Druschba' gestoppt.“ - Georgi Tichy
Der Sprecher äußerte zudem Unverständnis darüber, dass die ungarische Seite in dieser kritischen Situation bisher keine klare Aussage zur Urheberschaft des Angriffs getroffen habe. Schließlich habe Russland selbst eine für die Energieversorgung wichtige Infrastruktur angegriffen. Dieser Vorfall verdeutlicht, wie militärische Aktionen unmittelbar die Versorgungssicherheit in Europa beeinträchtigen können.
Belastete Energiesicherheit in der Region
Die Lage wird dadurch verschärft, dass Ungarn und die Slowakei zuvor bereits den Export von Ölprodukten in die Ukraine eingestellt hatten. Georgi Tichy betonte die Notwendigkeit, die Stabilität in der Region zu wahren und auf Aggressionen zu reagieren, die die Energiesicherheit der Länder bedrohen.
Der Stopp des russischen Öltransits durch die 'Druschba'-Leitung ist ein schwerer Schlag für die ukrainische und die regionale Energieinfrastruktur. Er unterstreicht die Risiken kriegerischer Handlungen, die weit über die unmittelbaren Kampfgebiete hinausreichen und die Versorgungssicherheit von Nachbarstaaten gefährden. Vor dem Hintergrund der bereits bestehenden Exportbeschränkungen Ungarns und der Slowakei könnte die Reaktion der internationalen Gemeinschaft nun entscheidend für die weitere Entwicklung sein.
Lesen Sie auch
- Ankara bietet sich erneut als Gastgeber an: Fidan drängt auf neue Gespräche zwischen Moskau und Kiew
- Russlands hybride Bedrohungen: Wie Estland und Finnland ihre Verteidigung aufrüsten
- Polens Außenminister fordert direkte Gespräche zwischen Selenskyj und Putin – Hintergründe
- 160 ukrainische Soldaten aus Gefangenschaft befreit – Großteil verteidigte Mariupol
- Moskau erhöht den Druck auf Minsk: Belarus soll in den Krieg gegen die Ukraine gezogen werden
- Rückkehr zur Wehrpflicht in Deutschland? Russland als treibende Kraft

