Spionageverdacht in Berlin: Doppelstaaterin soll Waffendaten für Ukraine verraten haben.
Festnahme einer Doppelstaaterin in der Hauptstadt
Nach Angaben von TSN.ua: In Berlin ist eine Frau mit deutscher und ukrainischer Staatsbürgerschaft festgenommen worden. Sie steht im Verdacht, für russische Geheimdienste tätig gewesen zu sein. Die als Ilona W. identifizierte Verdächtige soll Kontakt- und Hintergrundinformationen zum Krieg in der Ukraine an den russischen Auslandsgeheimdienst weitergegeben haben. Die Ermittlungen dauern an.
Durchsuchungen und Vorwürfe
Nicht nur die Wohnung von Ilona W., sondern auch die Unterkünfte zweier weiterer, noch nicht inhaftierter Beschuldigter wurden durchsucht. Die Maßnahmen fanden in den Bundesländern Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Bayern statt. Der Frau wird zur Last gelegt, Daten von Teilnehmern politischer Veranstaltungen gesammelt zu haben. Zudem soll sie Informationen preisgegeben haben über:
- Standorte von Rüstungsherstellern,
- Tests von Drohnen,
- sowie Lieferungen von unbemannten Fluggeräten an die Ukraine.
Ilona W. soll nach ihrer Festnahme einem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden. Laut dem Sprecher der Bundesanwaltschaft, Mats Ljungqvist, deuten die bisherigen Ermittlungen darauf hin, dass die Verdächtige unter der Kontrolle des russischen Militärgeheimdienstes GRU stand. Die Sicherheitsbehörden behalten die Lage im Blick und setzen ihre Untersuchungen fort.
Der Fall zeigt die anhaltende Besorgnis europäischer Staaten vor geheimdienstlichen Aktivitäten, die von Russland ausgehen. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine verschärfen viele Länder ihre Abwehrmaßnahmen gegen mögliche Agenten. Die Ermittlungen in diesem Fall könnten daher auch Auswirkungen auf die weitere sicherheitspolitische Zusammenarbeit in Europa haben.
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