Im Tschernobyl-Gebiet wurde das 17. Nest des seltenen Weißschwanzseeadlers gefunden.

Im Tschernobyl-Gebiet wurde das 17. Nest des seltenen Weißschwanzseeadlers gefunden
Im Tschernobyl-Gebiet wurde das 17. Nest des seltenen Weißschwanzseeadlers gefunden

Nach Angaben von ТСН: Die Population von Weißschwanzseeadlern im Tschernobyl-Sperrgebiet wächst stabil. Kürzlich haben Wissenschaftler des Tschernobylischen Strahlen-Ökologischen Biosphärenreservats bereits das 17. Nest dieses rotbuchartigen Raubvogels dokumentiert.

Fachleute des Reservats berichten, dass die Suche nach einem Nistplatz bereits im Juli nahe dem Dorf Kupovate begann, wo Ornithologen drei junge Vögel bemerkten. Einer von ihnen flog unsicher, was auf die Nähe des Nests hinwies.

„Trotz sorgfältiger Suche konnte das Nest damals nicht gefunden werden - das dichte sommerliche Laub im Weidenwald verbarg alle möglichen Orientierungspunkte. Es wurde beschlossen, im Herbst zurückzukehren, wenn die Baumkrone den Blick freigibt und eine genauere Untersuchung des Gebiets ermöglicht. Diese Taktik hat sich voll und ganz bewährt: Nach einer erneuten Umrundung konnte das Nest entdeckt werden“, berichteten die Beamten des Reservats.

Dies ist bereits das 17. bestätigte Nest des Weißschwanzseeadlers im Tschernobyl-Reservat.

„Dies ist ein weiteres wichtiges Zeichen für die Stabilität und das Wachstum der Population dieser seltenen Art in der Region“, versicherten die Vertreter des Reservats.

Heute hat der Weißschwanzseeadler den Status einer seltenen Art, die im Roten Buch der Ukraine aufgeführt ist, und wird durch internationale Konventionen geschützt. Die Gesamtzahl der Population dieser Vögel in der Ukraine wird von Ornithologen auf 180–200 Paare geschätzt. Das Sperrgebiet bleibt eines der wichtigsten Reservate für den Schutz dieses majestätischen Raubvogels.

Wir erinnern daran, dass im Tschernobylischen Strahlen-Ökologischen Biosphärenreservat einzigartige Aufnahmen von Fotofallen veröffentlicht wurden. Die Objektive der Kameras haben den nächtlichen Spaziergang der Przewalski-Pferde aufgenommen – der einzigen Wildpferdeart, die in der Natur überlebt hat.

Das Tschernobyl-Sperrgebiet spielt offensichtlich eine wichtige Rolle beim Erhalt der biologischen Vielfalt. Das Wachstum der Population von Weißschwanzseeadlern und die Beobachtungen anderer seltener Arten zeugen von positiven Veränderungen im Ökosystem, das sich nach langanhaltender Verschmutzung zu regenerieren beginnt. Dies sind wichtige Schritte auf dem Weg zur Sicherstellung der Stabilität der natürlichen Systeme in der Region.


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