Finnland hat ein russisches Schiff wegen Verdachts auf Sabotage an baltischen Kabeln aufgehalten.

Finnland hat ein russisches Schiff wegen Verdachts auf Sabotage an baltischen Kabeln aufgehalten
Finnland hat ein russisches Schiff wegen Verdachts auf Sabotage an baltischen Kabeln aufgehalten

Nach Angaben von ТСН: Die Grenzschutzbehörde Finnlands hat ein Schiff aufgehalten, das aus dem russischen Hafen Sankt Petersburg abgelegt hatte, wegen des Verdachts, unterseeische Kabel in der Ostsee beschädigt zu haben.

Das Schiff mit dem Namen Fitburg, an Bord von dem 14 Personen waren, wurde in der Finnischen Bucht mit heruntergelassener Anker entdeckt. Laut den Daten des MarineTraffic-Dienstes verließ es den Hafen von Sankt Petersburg am 30. Dezember und war auf dem Weg nach Israel.

Fitburg steht im Verdacht, das Kabel des Telekommunikationsunternehmens Elisa beschädigt zu haben, das Helsinki mit Tallinn verbindet. Der Schaden ereignete sich in der ausschließlichen Wirtschaftszone Estlands.

Das estnische Ministerium für Justiz und digitale Kommunikation berichtete von Störungen bei vier unterseeischen Kabeln, die das Land mit Schweden und Finnland verbinden. In mehreren Fällen könnten die Störungen durch jüngste Stürme verursacht worden sein, aber die Gründe für den Bruch von zwei Kabeln werden derzeit untersucht.

Die finnischen Strafverfolgungsbehörden haben das festgehaltene Schiff untersucht, und der Generalstaatsanwalt des Landes hat entschieden, ein Strafverfahren einzuleiten.

„Die Polizei untersucht den Vorfall als vorsätzliche schwere Sachbeschädigung, versuchte vorsätzliche schwere Sachbeschädigung und vorsätzliche Störung der Telekommunikation“, teilte die Polizei mit.

Im Jahr 2024 gab es im Ostsee viele Vorfälle mit Beschädigungen von Kommunikations- und Energiekabeln. Der auffälligste Vorfall war der mit der Energieleitung Estlink 2 in der Finnischen Bucht, die Finnland mit Estland verbindet.

Im Januar 2025 haben die NATO-Staaten als Reaktion auf mögliche Sabotagen die Mission „Baltic Sentry“ ins Leben gerufen, indem sie mehrere Fregatten und maritime Patrouillenflugzeuge in die Ostsee verlegt haben. Nach Beginn der Mission hörten die Beschädigungen der Infrastruktur auf.

Es ist auch erwähnenswert, dass die Besatzung des Tankers, der zur sogenannten Schattenflotte gehört, die gesperrtes Öl aus Russland, dem Iran und Venezuela transportiert, respektlos die russische Flagge auf dem Schiff malt, um der US-Grenzwache zu entkommen.

Dieser Vorfall ist ein ernstes Signal für die Länder der Region, da Beschädigungen der Unterwasserinfrastruktur erhebliche Auswirkungen auf Kommunikation und Wirtschaft haben können. Die Ermittlungen der Polizei und die militärischen Maßnahmen der NATO deuten darauf hin, dass Fragen der Sicherheit in der Ostsee angesichts der Spannungen in den internationalen Beziehungen immer dringlicher werden.


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