In Kalusch starb im Alter von 101 Jahren die legendäre Ärztin und OUN-Teilnehmerin Maria Wolotschanska.

In Kalusch starb im Alter von 101 Jahren die legendäre Ärztin und OUN-Teilnehmerin Maria Wolotschanska
In Kalusch starb im Alter von 101 Jahren die legendäre Ärztin und OUN-Teilnehmerin Maria Wolotschanska

Nach Angaben von inkorr.com: In der Stadt Kalusch starb Maria Wasilijwna Wolotschanska im Alter von 101 Jahren - eine bekannte Ärztin, Bürgerrechtlerin und Teilnehmerin der nationalen Befreiungsbewegung. Über ihren Tod berichtete der Stadtrat von Kalusch, schreibt 'Hlavkom'.

Maria Wolotschanska wurde am 30. Mai 1925 im Dorf Siwka-Woinylowska geboren. In ihrer Jugend trat sie der OUN bei und absolvierte einen Sanitätskurs, nach dem sie in die Hundertschaft 'Beja' berufen wurde.

Im Jahr 1951 schloss Maria Wasilijwna das Staatliche Medizinische Institut Stanislaw und begann ihre Tätigkeit im medizinischen Bereich. Nach 1953 arbeitete sie im Krankenhaus von Kalusch, wo sie von 1957 bis zu ihrer Pensionierung die Abteilung für Infektionskrankheiten leitete.

Wolotschanska war auch die Gründerin der Stadt- und Rajonsorganisation 'Union der Ukrainer' von Kalusch und engagierte sich aktiv im öffentlichen Leben sowie im Kampf um die ukrainische Unabhängigkeit. Sie gilt als Teilnehmerin an Kampfhandlungen der UPA.

Zusammen mit ihrem Mann Miroslaw Wolotschanski erzog Maria zwei Kinder.

Das Leben von Lydia Tichowliz

Zur Erinnerung: In Stary Sambir in der Oblast Lwiw starb im Alter von 97 Jahren die berühmte Häftlingsfrau der sowjetischen Lager und Kurierin der OUN Lydia Tichowliz. Dies erwähnt 'Hlavkom' unter Verweis auf das Projekt 'Lokale Geschichte'.

Lydia Tichowliz wurde am 15. Dezember 1928 in einer nationalbewussten Familie von Maria und Mykola Dzhulinskys geboren. Während ihres Studiums an der Lwiwer Musikhochschule trat sie in das Jugendnetzwerk der OUN ein und fungierte als Kurierin. Am 26. Februar 1946 wurde sie von den NKVD-Behörden verhaftet. Sie verbrachte sechs Monate im Gefängnis 'na Lontzkogo'. Später wurde sie zu zehn Jahren Haft und fünf Jahren Entzug der Rechte verurteilt.

Maria Wolotschanska und Lydia Tichowliz waren herausragende Persönlichkeiten ihrer Zeit, die einen wichtigen Beitrag zum Kampf um die ukrainische Staatlichkeit und Freiheit geleistet haben. Ihre Lebenswege und die Teilnahme an den Ereignissen spiegeln die komplexe Geschichte der Ukraine im 20. Jahrhundert wider. Beide werden als wahre Helden in Erinnerung bleiben, die ihr Leben dem Kampf für die Zukunft ihres Landes gewidmet haben.


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