Kanada fürchtet, das nächste Ziel von Trump zu werden: Was über die Bedrohungen bekannt ist.

Kanada fürchtet, das nächste Ziel von Trump zu werden: Was über die Bedrohungen bekannt ist
Kanada fürchtet, das nächste Ziel von Trump zu werden: Was über die Bedrohungen bekannt ist

Nach Angaben von ТСН: Kanada äußert Bedenken, dass es nach der jüngsten Operation in Venezuela und Drohungen gegen Grönland das nächste "Ziel" des US-Präsidenten Donald Trump werden könnte.

Mögliche Szenarien

Experten schließen die Möglichkeit eines "militärischen Zwanges" durch die USA nicht aus. Der globale Sicherheitsexperte Thomas Homer-Dixon betonte jedoch, dass jeder Druck aus Washington ein "äußerst teurer" Versuch sein könnte.

Der frühere Sicherheitsberater der kanadischen Regierung, Wesley Wark, charakterisierte Trumps Handlungen in Bezug auf Venezuela und Grönland als "letzte Alarmzeichen für Kanada". Er stellte fest, dass dies darauf hinweist, dass die USA "nicht mehr das Land sind, das sie einmal waren".

"Ich denke, dass viele Beamte in Ottawa einfach schwer glauben können, dass wir uns in einer solchen Situation befinden, unabhängig von den Beweisen", sagte er.

Situation mit Militär und Wirtschaft

Analysten bezweifeln die Möglichkeit einer umfassenden militärischen Invasion der US-Armee in Kanada. Allerdings könnte Trump nach Einschätzungen der Experten zu wirtschaftlichem Druck greifen, um der kanadischen Wirtschaft zu schaden, um seine Ziele zu erreichen. Wie Bloomberg berichtet, zeigen Trumps Handlungen in Venezuela seine Bereitschaft zu abenteuerlichen Schritten zum Dominieren in der westlichen Hemisphäre.

Darüber hinaus sind die kanadischen Streitkräfte nicht auf ein aggressiveres Sicherheitsumfeld vorbereitet, da ihre Stärke 100.000 Personen nicht überschreitet.

Die kanadische Regierung plant, die Truppenstärke zu erhöhen und in Rüstung zu investieren, jedoch könnten diese Bemühungen nur mittelfristig Ergebnisse bringen.

Wirtschaftliche Abhängigkeit

Kanada sieht sich auch der Bedrohung einer wirtschaftlichen Abhängigkeit von Washington gegenüber, da etwa 70% der kanadischen Exporte in die USA fließen. Die Streichung von Vorteilen im Rahmen des USMCA-Abkommens oder die Einführung neuer Zölle könnte der Wirtschaft des Landes erheblich schaden. Daher versucht Kanada, seinen Handel zu diversifizieren und sich auf asiatische Märkte zu konzentrieren.

Der Dozent an der Carleton University, Philippe Lagasse, warnt davor, dass immer größere Zugeständnisse Kanadas im Bestreben, den Zugang zum amerikanischen Markt zu sichern, zu einem Verlust der tatsächlichen Souveränität führen könnten.

Internationale Zusammenarbeit

Früher wurde berichtet, dass Kanada seine Truppen in der Ukraine im Rahmen multinationaler Kräfte stationieren und ukrainische Soldaten ausbilden könnte, jedoch nur nach dem Abschluss eines Friedensabkommens.

Trump lässt auch das Abkommen über Grönland nicht unbeachtet und erklärt, dass, wenn es nicht "auf einfache Weise" erreicht werden kann, dies "auf schwierige Weise" geschehen muss.

Der Kontext dieser Ereignisse zeigt die Instabilität in den internationalen Beziehungen, die durch die Politik der USA provoziert wird. Trotz der geringen Wahrscheinlichkeit eines militärischen Konflikts mit Kanada könnte die Frage des wirtschaftlichen Drucks erhebliche Auswirkungen auf die bilateralen Beziehungen haben. Kanada, das versucht, ein Gleichgewicht zwischen der Zusammenarbeit mit den USA und der Entwicklung seiner eigenen Wirtschaft zu finden, sucht weiterhin nach neuen Handelsmöglichkeiten auf der internationalen Bühne.


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