Strom- und Wasserkrise auf der Krim: 50 Energieanlagen innerhalb einer Woche zerstört.
Lage auf der Krim
Nach Angaben von Espreso.tv: Die Strom- und Wasserversorgung auf der Krim ist weiterhin massiv gestört. Zwischen dem 1. und 8. Juli 2023 wurden 50 Energieanlagen außer Betrieb gesetzt. Besonders in der Nacht zum 5. Juli führten die ukrainischen Streitkräfte Angriffe auf zwei Umspannwerke in der besetzten Krim durch. Infolgedessen waren die Städte Saky, Jewpatorija und Teile des Rajons Bachtschyssaraj ohne Strom. Erst am 7. Juli konnte die Elektrizitätsversorgung in Kertsch vollständig wiederhergestellt werden.
Die anhaltenden Stromausfälle haben schwerwiegende Folgen: 79 Prozent der Hotelbuchungen auf der Krim wurden storniert. Die Bewohner zeigen sich zunehmend verärgert. Eine Anwohnerin aus Sewastopol berichtete:
„Der Strom wird völlig willkürlich ein- und ausgeschaltet – wann immer es ihnen passt.“
Dies verdeutlicht die Unberechenbarkeit der Energieversorgung, die den Alltag der Menschen massiv beeinträchtigt.
Schattenwirtschaft im Aufwind
Gleichzeitig entsteht auf der Krim eine Parallelwirtschaft. Händler nutzen verstärkt den Messenger Telegram sowie E-Commerce-Plattformen wie Ozon, Wildberries und Avito, um unter den instabilen Bedingungen Geschäfte zu machen. Ein verärgerter Bewohner aus Kertsch erklärte:
„Jede Nacht gibt es in Kertsch Beschüsse und Gebäudeschäden – aber in den Nachrichten wird darüber kein Wort verloren.“
Dies unterstreicht die prekäre Lage in der Region, wo die Menschen mit zahlreichen Herausforderungen kämpfen müssen.
Die Situation auf der Krim ist ein direktes Abbild der Folgen militärischer Auseinandersetzungen und infrastruktureller Probleme, die den Alltag der lokalen Bevölkerung bestimmen. Der Mangel an stabiler Stromversorgung erschwert nicht nur das tägliche Leben, sondern wirkt sich auch negativ auf den Tourismus aus – mit potenziellen wirtschaftlichen Konsequenzen für die gesamte Region. Die wachsende Schattenwirtschaft zeigt zwar, dass die Bewohner versuchen, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen, sie macht aber auch deutlich, wie ernst die sozioökonomischen Schwierigkeiten sind, mit denen sie in dieser instabilen Zeit konfrontiert werden.
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