Moskau beschließt Rückkehr des Dzerzhinsky-Denkmals: Wer dahintersteckt und wann es passieren soll.
Das Dzerzhinsky-Denkmal in Moskau soll wieder aufgestellt werden
Nach Angaben von Espreso.tv: Der unabhängige russische Journalist Michail Sygar berichtet, dass die politische Entscheidung zur Wiedererrichtung des Dzerzhinsky-Denkmals in Moskau bereits gefallen sei. Demnach hätten Abgeordnete der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation (KPRF) im Dezember 2025 den Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin offiziell um Prüfung der Angelegenheit gebeten.
Die Statue von Felix Dzerzhinsky, dem Gründer der sowjetischen Geheimpolizei, wurde im August 1991 in Moskau gestürzt. Nun zeichnet sich eine mögliche Rückkehr an den ursprünglichen Standort ab. Ein weiteres Zeichen für die veränderte Haltung gegenüber der historischen Figur: Bereits im April 2026 benannte Wladimir Putin die FSB-Akademie nach Dzerzhinsky. Dies deutet auf eine Neubewertung seines Erbes im heutigen politischen Russland hin.
Stimmen aus der politischen Elite
Juri Afonin, Abgeordneter der KPRF-Fraktion, erklärte: 'Das Denkmal Dzerzhinskys an seinen rechtmäßigen Platz zurückzubringen, bedeutet, historische Gerechtigkeit wiederherzustellen. Es ist längst an der Zeit, dies zu tun.'
Diese Aussage spiegelt die Haltung jener Teile der politischen Elite wider, die die Wiederaufstellung als Symbol der russischen Geschichte befürworten.
Die Wiedererrichtung des Dzerzhinsky-Denkmals könnte ein wichtiger Bestandteil bei der Gestaltung der modernen politischen Identität Russlands werden, da seine Person mit der sowjetischen Vergangenheit und repressiven Herrschaftsmethoden verbunden ist. Die veränderte Einstellung zu Dzerzhinsky, die sich in der Unterstützung seines Denkmals zeigt, könnte auf den Wunsch eines Teils der russischen Politik hindeuten, an bestimmte Aspekte des sowjetischen Erbes anzuknüpfen – was in der Gesellschaft unterschiedliche Reaktionen hervorrufen dürfte. Diese Entwicklung hat das Potenzial, die politische Stimmung im Land im Rahmen der Debatten über Geschichtskultur und nationale Identität zu beeinflussen.
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