Milliardenauftrag für Odesa geplatzt: Abwasser-Sanierung für 131 Millionen gestoppt.
Stopp für Millionenprojekt in Odesa
Nach Angaben von Novyny.live: Die Stadt Odesa hat ein großes Bauvorhaben auf Eis gelegt. Die Ausschreibung für die Sanierung eines zentralen Regenwasserkanals im Wert von 131 Millionen 503,9 Tausend Hrywnja wurde gestoppt. Das Amt für Kapitalbau des Stadtrats hob den Beschluss zur Ermittlung des Gewinners auf. Das Projekt umfasste die Instandsetzung des Kanals vom Pufferteich bis zur Schtschoholjewa-Straße.
Wer war im Rennen?
Vier Unternehmen hatten sich um den Auftrag beworben:
- Jughidroservis
- Awtomahistral-Piwden
- ONUR Construction International
- Rostdorstroi
Das günstigste Angebot kam von Jughidroservis mit 115 Millionen Hrywnja, wurde jedoch abgelehnt. Besonders knapp war es zwischen den beiden Mitbewerbern Awtomahistral-Piwden und ONUR Construction International – ihre Angebote lagen nur zwei Hrywnja auseinander. Solche minimalen Unterschiede werfen Fragen zur Kalkulation auf.
Am 16. Januar 2026 wurde die Entscheidung über den Zuschlag schließlich annulliert. Hintergrundinformationen zu den Bietern: Jughidroservis ist seit 2020 in Odesa registriert und gehört Jewhenij Popa. Awtomahistral-Piwden hat mit Staatsaufträgen bereits über 159 Milliarden Hrywnja umgesetzt. ONUR Construction International ist seit 2004 in der Ukraine aktiv; Eigentümer sind Ischan und Onur Çetindzevizi.
Die Absage des dringend benötigten Kanalbauprojekts sorgt für Unmut. Die Sanierung ist für die Stadthygiene und den Schutz vor Überschwemmungen von zentraler Bedeutung. Die Ablehnung des niedrigsten Gebots lässt auf Unstimmigkeiten im Vergabeverfahren schließen und könnte die dringenden Arbeiten weiter verzögern. Eine transparente Aufklärung der Vorgänge ist für das Vertrauen der Bürger entscheidend.
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