In Russland und der Krim werden wegen ukrainischer Lieder verfolgt: bereits 44 Strafverfahren.
Nach Angaben von inkorr.com: In Russland und der Krim sind ukrainische Lieder der Grund für Verfolgungen geworden: Seit Februar 2022 wurden mindestens 44 Personen bestraft, weil sie ukrainische Kompositionen aufgeführt oder angehört haben. Ihnen wurde vorgeworfen, die Armee zu 'diskreditieren', extremistisches Symbolik zu verwenden und Rowdytum zu begehen. Unter den Liedern, die Anlass für die Verfolgungen gaben, heben sich 'Rote Karpaten', 'Stefania' von der Band Kalush Orchestra und 'Huljanka' von Wěrka Serdjučka hervor.
«Die maximale Anzahl an Protokollen – sechs – erhielten Teilnehmer eines Hochzeitsfestes in Bachtschyssaraj. Nach Angaben der Polizei erklang auf der Feier das Lied 'Rote Karpaten', das die russische Regierung als Kampflied ansieht, das von der Organisation ukrainischer Nationalisten verwendet wird (in Russland als extremistisch anerkannt).»
Unter den Festgenommenen bei den Verhören waren die Gewinnerin von 'Miss Krim 2022' Olga Valejeva und ihre Freunde, die 'Rote Karpaten' sangen. Auch die Bewohner der Krim erhielten Bußgelder für das Anhören von Kompositionen solcher Bands wie 'Vopli Vidopliassova' und Gordon Black.
Strafverfahren wegen ukrainischer Musik
In Russland und auf der annektierten Halbinsel eröffnete die Polizei Strafverfahren wegen anti-kriegerischer Posts und Videomaterialien mit ukrainischen Liedern. Selbst Veröffentlichungen in ukrainischer Sprache führten zur Verurteilung eines ehemaligen Politologen aus St. Petersburg, und ein Dozent der Moskauer Universität wurde wegen der Veröffentlichung von Musik aus der Ukraine in sozialen Netzwerken des Aufhetzens zur Hass beschuldigt. Diese Fälle illustrieren das Ausmaß der Verfolgungen und Einschränkungen in der Musikkultur der Ukraine.
Somit sind in Russland und auf der besetzten Krim ukrainische Lieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt und führten zu Verfolgungen und Anklagen. Die Aufführung ukrainischer Musik wird als 'Diskreditierung' betrachtet, was die Verletzlichkeit dieses Themas in der Region unterstreicht.
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