Sumy: Drei Jahre Haft für Wehrdienstverweigerer – Gericht wandelt Strafe in Bewährung um.
Ein Fall aus dem Gebiet Sumy
Nach Angaben von Novyny.live: Das Bezirksgericht von Trostjanez im Gebiet Sumy hat am 11. Februar einen Mann verurteilt, der sich der Einberufung entzogen hatte. Das ursprüngliche Strafmaß von drei Jahren Freiheitsentzug wurde in eine einjährige Bewährungsstrafe umgewandelt. Der Mann ist wehrpflichtig und hatte seinen Dienst nicht angetreten.
Nach den Ermittlungen war der Mann von der militärärztlichen Kommission (VЛK) für diensttauglich erklärt worden. Am 3. Mai 2022 erhielt er eine Einberufungsvorladung, in der er aufgefordert wurde, sich am 4. Mai um 17:00 Uhr im Territorialen Rekrutierungs- und Sozialzentrum (TZK ta SP) zu melden. Dieser Aufforderung kam er jedoch nicht nach.
In der Urteilsbegründung heißt es:
„Der Angeklagte hat sich schuldig bekannt und erklärt, dass die im Anklagesatz dargelegten Umstände zutreffen. Er ist der Vorladung tatsächlich nicht gefolgt, um sich seiner Einheit zu stellen. Er bereut seine Tat. Derzeit leistet er seinen Dienst in einer Militäreinheit.“Das Urteil kann innerhalb von 30 Tagen angefochten werden. Dies zeigt, dass die Justiz auch in Kriegszeiten Verfahren einhält.
Klare gesetzliche Konsequenzen
Der Fall macht die strikte Handhabung der ukrainischen Mobilisierungsgesetze deutlich, die während des anhaltenden Krieges besondere Bedeutung haben. Bemerkenswert ist, dass der Verurteilte nachträglich doch noch seinen Wehrdienst angetreten hat. Dies könnte auf ein Umdenken hindeuten und zeigt, dass selbst in solch schwerwiegenden Fällen Raum für Wiedergutmachung bleibt, wenn die Pflicht letztlich erfüllt wird.
Lesen Sie auch
- Ehemalige Strafverfolgungsbeamte von der Bestätigung von Rängen in den ukrainischen Streitkräften ausgeschlossen: Wer ist betroffen
- Bis zu 12.300 Griwna: Fünf Regionen in der Ukraine erhalten finanzielle Soforthilfe
- Abschied in Kiew: Testpilot Bogdan Sagorulko fiel im Kampfeinsatz
- Olympiasiegerin Vita Semerenko zeigt ihr zerstörtes Haus in Krasnopillja
- Monatliche Hilfszahlung von 1.800 Griwna für kriegsbetroffene Familien: Wer sich jetzt bewerben kann
- Bildungsministerium lehnt Senkung der NMT-Schwelle ab: 18 Prozent der Studienbewerber fallen durch

