Russland hat die Region Lwiw mit der Rakete „Oreschnik“ angegriffen: Warum es eine vergebliche Demonstration war.

Russland hat die Region Lwiw mit der Rakete „Oreschnik“ angegriffen: Warum es eine vergebliche Demonstration war
Russland hat die Region Lwiw mit der Rakete „Oreschnik“ angegriffen: Warum es eine vergebliche Demonstration war

Nach Angaben von ТСН: Der russische Angriff auf die Lwiwer Oblast mit der neuen Rakete „Oreschnik“ hat eine lebhafte Diskussion ausgelöst. Der Sicherheitsdienst der Ukraine bestätigte die Art der verwendeten Waffe. Experten weisen jedoch darauf hin, dass die militärische Zweckmäßigkeit eines solchen Angriffs fraglich ist und vermuten politische Motive hinter dieser Aktion.

Kommentar des Experten

Im Programm „24 Kanal“ erklärte der Offizier der ukrainischen Streitkräfte und Politologe Andrij Tschakjuk, dass der Einsatz einer ballistischen Mittelstreckenrakete gegen Ziele in der Ukraine seltsam erscheine. „Oreschnik“ hat eine Reichweite von über 5000 Kilometern, und es ist teuer und ineffektiv, nahe Ziele auf diese Weise anzugreifen.

„Es ist tatsächlich absurd, sie als Waffe gegen das Territorium der Ukraine einzusetzen. Ein Schlag ohne Sprengkopf verursacht Hunderte, ja Tausende Male weniger Schäden“, betonte Tschakjuk.

Der Experte betonte auch, dass Russland weitaus günstigere Mittel zur Zerstörung hat, wie Drohnen, Marschflugkörper und herkömmliche Ballistik. Daher entspricht die Effektivität des Angriffs nicht seinen Kosten und den pompösen Aussagen der russischen Propaganda.

Hauptziel - psychologischer Einfluss

Das Hauptziel des Raketenstarts ist nicht die Zerstörung von Objekten, sondern der psychologische Druck auf die Bevölkerung. Tschakjuk ist der Meinung, dass Moskau versucht, seine Hauptware - die Angst - zu „verkaufen“.

„Oreschnik wird hier als PSYOP-Element des informationspsychologischen Drucks auf die Zivilbevölkerung der Ukraine verwendet“, erklärte der Militär.

Vermutlich hofft der Feind, dass die Demonstration seiner „Wunderwaffe“ vor dem Hintergrund von Stromausfällen und Kälte Panik und den Ruf nach Kapitulation unter den Ukrainern auslösen wird.

Die Region Lwiw wurde für den Angriff nicht zufällig ausgewählt, da sie an die EU und die NATO grenzt.

„Diese Rakete kann bis nach Paris und Lissabon fliegen“, bemerkte der Experte.

Der Angriff steht auch im Zusammenhang mit den geopolitischen Niederlagen Russlands, insbesondere der Festnahme von Tankern und der Situation in Venezuela. Dies ist ein Versuch, dem Kreml“zu zeigen, dass er bereit ist, die Einsätze in den Verhandlungen mit Washington zu erhöhen.

Außerdem bemerkte der Luftfahrtexperte Waleryj Romanenko, dass die Bedrohung durch weitere Angriffe mit der Rakete „Oreschnik“ in naher Zukunft minimal ist. Er teilte mit, dass Russland nicht in der Lage ist, diese Waffe in Serie zu produzieren, und dass sie sie wahrscheinlich zur Demonstration von Stärke eingesetzt haben. Laut Informationen der HUR könnte Russland nur zwei solcher Raketen haben, von denen eine bereits verwendet wurde, und die Herstellung neuer Raketen würde viel Zeit in Anspruch nehmen.

Dieser Angriff zeigt, dass Russland weiterhin Pläne verfolgt, die auf psychologischen Einfluss auf die ukrainische Gesellschaft abzielen, und versucht, seine Möglichkeiten zu demonstrieren. Beobachtungen der Situation deuten darauf hin, dass der Kreml versucht, Stärke zu zeigen, trotz seiner begrenzten Möglichkeiten zur Herstellung neuer Waffen. Dies bestätigt erneut die Bedeutung des psychologischen Aspekts in modernen kriegerischen Konflikten.


Lesen Sie auch

Werbung