Großangriff auf St. Petersburg: 67 Drohnen über dem Gebiet Leningrad abgefangen.
Feuer am Ölterminal in St. Petersburg
Nach Angaben von Espreso.tv: Im Süden von St. Petersburg ist ein Ölterminal in Brand geraten. Das Feuer brach auf den Zufahrtsgleisen aus, wo ein Kesselwagen lichterloh brannte. Betroffen war das Gelände der Aktiengesellschaft „Petersburger Ölterminal“, aus dem Rauchwolken aufstiegen. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Donnerstag.
Alexander Drosdenko, der Gouverneur des Gebiets Leningrad, warnte bereits kurz nach 4 Uhr morgens vor einer anhaltenden Drohnengefahr. Nach seinen Angaben wurden in der Region insgesamt 67 unbemannte Luftfahrzeuge abgeschossen. Zeitgleich griffen Drohnen auch den Hafen von Wyborg im gleichnamigen Rajon an. Dort befindet sich ein Ölterminal des russischen Energiekonzerns Lukoil.
Das russische Verteidigungsministerium bestätigte die Angriffe auf das Gebiet Leningrad. In einer Stellungnahme erklärte der operative Stab der Region Krasnodar:
„In der Nacht vom 3. auf den 4. Juli wurden zwischen 20:00 Uhr und 7:00 Uhr morgens insgesamt 389 ukrainische Drohnen vom Typ Flugzeug durch die Luftabwehr abgefangen und zerstört.“Diese Zahl bezieht sich jedoch auf den gesamten Luftraum über mehreren Regionen.
Angriff auf Rüstungsbetrieb in Udmurtien
Parallel zu den Ereignissen in Leningrad meldete auch der Präsident der Republik Udmurtien, Alexander Bretchalow, einen Angriff. Eine abgefeuerte Rakete der ukrainischen Streitkräfte sei auf ein Industrieunternehmen in der Region abgezielt gewesen. Sie wurde jedoch abgefangen. Es gab weder Verletzte noch Schäden an der Infrastruktur. Zum Kontext: Die betroffenen Anlagen in beiden Regionen sind strategisch wichtig für die russische Energieversorgung und Rüstungsindustrie. Der massive Einsatz von Drohnen zielt darauf ab, diese logistischen Knotenpunkte zu stören.
Die Vorfälle verdeutlichen die zunehmende Bedrohung der zivilen und militärischen Infrastruktur durch moderne Drohnentechnologie. Die Abwehr dieser Angriffe wird für die Sicherheit sowohl militärischer als auch ziviler Gebiete immer entscheidender. Die Eskalation zeigt, wie sehr der Konflikt mittlerweile tief im russischen Hinterland angekommen ist.
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