Drohnenangriffe treiben Russlands Ölraffinerie auf einen 17-Jahres-Tiefpunkt.

Drohnenangriffe treiben Russlands Ölraffinerie auf einen 17-Jahres-Tiefpunkt
Drohnenangriffe treiben Russlands Ölraffinerie auf einen 17-Jahres-Tiefpunkt

Russlands Ölraffinerie im Aufruhr

Nach Angaben von UATV: Im Mai fiel das Volumen der russischen Rohölverarbeitung auf den niedrigsten Stand seit 17 Jahren. Laut verfügbaren Daten verarbeiteten die Raffinerien nur 4,58 Millionen Barrel pro Tag - ein Rückgang um 2,3 % im Vergleich zu April und ein Rückgang um 14,4 % seit Beginn des Jahres. Auf Jahresbasis hat sich die Raffinautisierung um 13 % verringert, und im Vergleich zu den bevorstehenden Kriegsleveln von 2021 liegt die Zahl um 20 % niedriger. Diese scharfe Kontraktion wird weitgehend den anhaltenden ukrainischen Drohnenangriffen auf wichtige russische Raffinerieinfrastruktur zugeschrieben.

Benzinpreise und Marktverzerrungen

Das Angebot an Ai-95-Benzin schrumpfte im Mai ebenfalls auf nur 5.000 Tonnen pro Tag, ein Drittel weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Seit Januar sind die Benzinpreise um 26 % gestiegen, während die Einzelhandelspreise schneller steigen als die Inflation. Inzwischen ist das Volumen an Benzin, das von Ölgesellschaften an der Börse angeboten wird, im Jahresvergleich um 20-25 % gefallen, was auf erhebliche Störungen des Marktes hindeutet.

Russland hat versucht, den Treibstoffmangel durch den Einkauf von Vorräten aus Weißrussland auszugleichen, doch diese Importe waren zu gering, um einen sinnvollen Unterschied zu machen. Wie der Analyst Alexander Sawtschenko anmerkte:

„Die Daten zu den Verlusten, die Russland aufgrund der langfristigen Sanktionen der Ukraine erlitten hat, bleiben geheim.“

Insgesamt hat sich die Raffineriekapazität Russlands um 20 % verringert, was die Schwere der Herausforderungen, mit denen das Land in diesem Sektor jetzt konfrontiert ist, unterstreicht. Die Kombination aus internationalen Sanktionen und wirtschaftlichem Druck im Inland gestaltet die Branche neu, wobei die Verbraucher voraussichtlich die Hauptlast steigender Treibstoffpreise und potenzieller Engpässe tragen werden. Russlands wachsende Abhängigkeit von importiertem Treibstoff - wie den begrenzten Lieferungen aus Weißrussland - unterstreicht die Verwundbarkeit seiner Wirtschaft angesichts der andauernden globalen Druckverhältnisse.


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