Ungarn stellt 11 Forderungen an Kiew: Premier Madar knüpft Treffen mit Selenskyj an Bedingungen.
Die Bedingungen des ungarischen Regierungschefs an die Ukraine
Nach Angaben von Espreso.tv: Der ungarische Premierminister Péter Madar verlangt von der Ukraine verbindliche Zusagen zur Erfüllung von elf Punkten, die die ungarische Minderheit in Transkarpatien betreffen. Diese etwa 100.000 Menschen zählende Gemeinschaft steht im Mittelpunkt der Forderungen, die bereits unter Viktor Orbáns Regierungszeit formuliert wurden.
Am 27. Mai erklärte Madar, er sei nur dann zu einem Gespräch mit Präsident Wolodymyr Selenskyj bereit, wenn diese Bedingungen erfüllt würden. Besonders wichtig sei den in der Ukraine lebenden Ungarn laut Madar die verbriefte Möglichkeit, ihre Muttersprache in Schulen, kulturellen Einrichtungen und der Verwaltung nutzen zu dürfen.
'Im Kern geht es uns darum, eine Zusicherung zu erhalten, dass die 100.000 Ungarn in der Ukraine wieder ihre eigene Sprache verwenden können.' Péter Madar
Der ungarische Premier fügte hinzu: 'Wir stehen in technischem Kontakt mit der ukrainischen Seite. Ich hoffe sehr, dass wir die 11-Punkte-Vorlage bald abschließen können.' Die Frage der Rechte der ungarischen Minderheit bleibt damit ein zentrales Thema in den bilateralen Beziehungen zwischen Budapest und Kiew.
Bedeutung der Minderheitenrechte
Die verstärkte Aufmerksamkeit für die Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine ist ein wichtiger Aspekt der bilateralen Beziehungen. Die Forderungen des ungarischen Premiers zeigen, dass Sprach- und Kulturfragen nationaler Minderheiten sowohl für die Ukraine als auch für Ungarn weiterhin im Fokus stehen. Eine erfolgreiche Lösung dieser Punkte könnte die Beziehungen zwischen beiden Staaten verbessern und zur Stabilität in der Region beitragen. Derzeit ist unklar, wann die nächsten konkreten Gespräche auf höchster Ebene stattfinden werden.
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