Ukraine plant Großauftrag: 250 Kampfjets vom Typ Gripen und Rafale.
Ein ehrgeiziges Vorhaben für die Luftstreitkräfte
Nach Angaben von TSN.ua: Die Ukraine will ihre Luftwaffe massiv aufrüsten. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte Pläne für die gleichzeitige Beschaffung von 150 schwedischen Gripen-Kampfflugzeugen und 100 französischen Rafale-Jets. Das Gesamtvolumen für die Anschaffung dieser 250 Maschinen beläuft sich auf rund 50 Milliarden Euro. Dieser Schritt unterstreicht die Dringlichkeit, die ukrainischen Luftstreitkräfte nach modernsten Standards auszubauen.
Ein einzelner Gripen kostet derzeit 184,4 Millionen Euro. Für 150 Flugzeuge summiert sich der Preis somit auf 27,66 Milliarden Euro. Die Rafale schlägt mit 225 Millionen Euro pro Einheit zu Buche, was bei 100 Maschinen Gesamtkosten von 22,5 Milliarden Euro bedeutet.
Herstellungskapazitäten und Folgekosten
Die Produktionskapazitäten der Hersteller sind begrenzt: Saab kann jährlich 12 Gripen fertigen, während Dassault eine Jahresproduktion von 26 Rafale erreicht. Die geplante Nutzungsdauer der Jets beträgt 40 Jahre. In dieser Zeit werden die Betriebskosten für die 100 Rafale auf etwa 45 Milliarden Euro und für die 150 Gripen auf rund 55 Milliarden Euro geschätzt.
Mit diesem massiven Ausbau strebt die Ukraine eine Luftwaffe an, die sich mit den Kapazitäten anderer Militärmächte messen kann. Staaten wie die USA, China, Russland, Indien, Südkorea, Japan, Pakistan, die Türkei und Ägypten verfügen bereits über große Arsenale moderner Kampfflugzeuge. Zum Vergleich die Bestände einiger europäischer Nationen:
- Frankreich - 235
- Deutschland - 226
- Großbritannien - 159
Diese Entscheidung zeigt den Willen der Ukraine, ihre Verteidigungsfähigkeit angesichts wachsender Bedrohungen zu stärken.
Wolodymyr Selenskyj
Die Schaffung einer solchen Luftflotte wäre ein entscheidender Schritt für die regionale Sicherheitsarchitektur. Eine gestärkte Luftwaffe würde die ukrainische Fähigkeit zur Landes- und Bündnisverteidigung in dem anhaltenden Konflikt erheblich verbessern und ein klares Signal der Abschreckung setzen.
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