Ukrainischer EU-Beitritt: Was hinter dem Zieljahr 2027 und 'teilweiser Mitgliedschaft' steckt.

Ukrainischer EU-Beitritt: Was hinter dem Zieljahr 2027 und 'teilweiser Mitgliedschaft' steckt
Ukrainischer EU-Beitritt: Was hinter dem Zieljahr 2027 und 'teilweiser Mitgliedschaft' steckt

Ukrainische Verhandlungen mit der Europäischen Union

Nach Angaben von UATV: Die Ukraine verhandelt intensiv über ihren Beitritt zur Europäischen Union und betont dabei ihre Eigeninitiative. In den laufenden Konsultationen gibt es jedoch auf europäischer Seite auch Bedenken, ob die notwendigen Reformen im Land rechtzeitig umgesetzt werden können. Wie Mykhailo Podoliak, Berater des ukrainischen Präsidentenbüros, deutlich macht, geht es der Ukraine bei ihrem Antrag nicht primär um Hilfsleistungen, sondern um Sicherheitsgarantien.

Der Fahrplan für die europäische Integration

Die Ukraine strebt die EU-Mitgliedschaft an und diskutiert mit ihren Partnern konkret einen Plan für eine teilweise Integration bis zum Jahr 2027. Podoliak erläutert die Motivation dahinter:

„Unser Wunsch nach EU-Mitgliedschaft speist sich nicht aus Bittstellerei. Vielmehr wollen wir die Sicherheit, die wir Europa unter den neuen globalen Bedingungen garantieren können, gegen eine Vollmitgliedschaft in der Staatengemeinschaft eintauschen. Denn auch diese Mitgliedschaft ist für uns ein elementarer Sicherheitsfaktor.“

Zudem wird die Ukraine bereit sein, alle sechs Verhandlungskapitel für den EU-Beitritt zu öffnen. Podoliak räumte ein, dass von ukrainischer Seite Empfehlungen zur Steigerung der Transparenz und zur Verringerung der Bürokratie angenommen wurden – beides entscheidende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Annäherung an die EU. Das Beitrittsstreben ist vor dem Hintergrund des Krieges auch als Bestreben zu verstehen, langfristige Stabilität und Rechtssicherheit im Land zu verankern. Die Fortführung der Reformen, insbesondere in der öffentlichen Verwaltung, bleibt der Schlüssel für den gesamten Integrationsprozess.


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