Schwedische Gripen für die Ukraine: Warum sie die F-16 übertreffen.
Wie die Ukraine an die Gripen-Kampfjets kommen könnte
Nach Angaben von Espreso.tv: Der ehemalige stellvertretende ukrainische Verteidigungsminister Wolodymyr Hawrylow (2022–2023), der zuvor die Militärdiplomatische Akademie Jewhen Beresnjak leitete (2014–2015), äußerte sich zu den Chancen, schwedische Gripen-Kampfflugzeuge zu erhalten. Er hob deren Vorteile gegenüber den amerikanischen F-16 hervor und gab Einblicke in die Kooperation zwischen Kiew und Stockholm. Zu Beginn der groß angelegten Invasion prüfte die Ukraine mehrere Optionen: neben den US-amerikanischen F-16 standen auch die französischen Mirage und Rafale sowie die schwedischen Gripen zur Debatte – damals war Schweden noch kein NATO-Mitglied.
Was die Gripen von anderen Jets abhebt
Laut Hawrylow bewerten ukrainische Piloten die Gripen als moderne und äußerst gelungene Plattform. Ein entscheidender Pluspunkt ist die Fähigkeit, weitreichende Meteor-Raketen einzusetzen, was die ukrainische Luftwaffe erheblich stärken könnte. Zum Vergleich: Die bereits gelieferten F-16 können der russischen taktischen Luftwaffe nicht wirksam Paroli bieten. Bereits Anfang Mai führte der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow Gespräche in Schweden, um die Hilfen auszuweiten. Ende Mai bestätigte Stockholm dann die Übergabe von Gripen-Jets im Rahmen eines 2,7 Milliarden Dollar schweren Pakets. In der Folge einigten sich die Ukraine und Schweden auf den Kauf von 16 modernen Gripen E.
'Der Erhalt der Gripen könnte die Lage grundlegend verändern, denn sie erlauben es, die russische Luftwaffe weiter von der Frontlinie zu verdrängen.' Wolodymyr Hawrylow
Hawrylow betonte: Sollte die Ukraine die Gripen zusammen mit den Meteor-Raketen erhalten, würde dies die russischen Flugzeuge zwingen, sich noch weiter zurückzuziehen – ein entscheidender strategischer Vorteil. Diese Entwicklung eröffnet neue Perspektiven für die Verteidigungsfähigkeit des Landes angesichts aktueller Bedrohungen. Die Beschaffung der Gripen könnte ein Meilenstein für die ukrainischen Luftstreitkräfte sein, da sie die Luftüberlegenheit verbessert und die Sicherheit des Landes langfristig stärkt. Die Zusammenarbeit mit Schweden könnte zudem als Vorbild für andere Nationen dienen, die eine militärische Unterstützung der Ukraine erwägen.
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