Kiews Herbst-Plan: Wie die Ukraine Russland an den Verhandlungstisch zwingen will.
Das Ziel der Ukraine für die russischen Streitkräfte
Nach Angaben von UATV: Bis zum Herbst 2023 will die Ukraine einen so starken Druck auf die russischen Truppen aufbauen, dass Moskau zu Gesprächen über eine Waffenruhe gezwungen wird. Das erklärte der Militärexperte Oleksandr Musijenko im Sender FREEДOM. Er betonte, dass die ukrainische Seite hofft, noch vor Ende des Herbstes 2023 Verhandlungen aufnehmen zu können.
Die Strategie des Drucks auf Russland
Laut Musijenko geht es darum, einen ‚Feuerdruck‘ auf die Stellungen der russischen Armee zu erzeugen – sowohl an der Front als auch auf die Versorgungswege in den besetzten Gebieten und auf russischem Territorium. Diese Taktik soll die russische Führung bis November reif für Gespräche machen.
„Unsere Aufgabe ist es, bis zum Herbst einen solchen Feuereinwirkung auf die russischen Stellungen an der Front, auf die Logistik in den besetzten Gebieten und auf russischem Territorium sicherzustellen, dass sie bis November bereit sind, sich an den Verhandlungstisch zu setzen“, so der Experte.
Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Ukraine nach Musijenkos Worten nicht nur eigene Angriffe verstärken, sondern auch auf Unterstützung aus Europa zählen. Europa müsse:
- die Waffenlieferungen an die Ukraine weiter erhöhen;
- die gemeinsame Rüstungsproduktion mit der Ukraine ausbauen;
- den Sanktionsdruck der USA und Europas verschärfen.
Selbst wenn dieses Szenario eintritt, plant die Ukraine, den Winter über durchzuhalten und Russland weiter unter Druck zu setzen. „Die Ukraine will den Winter überstehen, den Druck auf Russland aufrechterhalten und mit ganz anderen, für sie vorteilhaften Bedingungen in die Verhandlungen gehen“, hob Musijenko hervor.
Die Vorbereitungen laufen also darauf hinaus, dass Kiew sowohl militärisch als auch diplomatisch auf Veränderungen in der Lage setzt, die sich aus den anhaltenden Kampfhandlungen ergeben.
Hinter dieser Strategie steht der Wunsch nach einer friedlichen Lösung des Konflikts – allerdings zu Bedingungen, die für die Ukraine günstig sind. Die entscheidende Rolle der internationalen Hilfe, vor allem aus Europa und den USA, zeigt, wie eng militärische und diplomatische Schritte miteinander verknüpft sind. Die kommenden Monate könnten daher richtungsweisend für die weitere Entwicklung in der Region sein.
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