Sicherheitspakt für ein Jahrzehnt: Was die Ukraine und Bulgarien vereinbart haben.

Sicherheitspakt für ein Jahrzehnt: Was die Ukraine und Bulgarien vereinbart haben
Sicherheitspakt für ein Jahrzehnt: Was die Ukraine und Bulgarien vereinbart haben

Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen: Ukraine und Bulgarien schließen Abkommen

Nach Angaben von UATV: Am 30. März haben die Ukraine und Bulgarien ein auf zehn Jahre angelegtes Abkommen zur Sicherheitskooperation unterzeichnet. Es umfasst militärische Unterstützung und die gemeinsame Produktion von Rüstungsgütern. Auf ukrainischer Seite setzte Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Unterschrift unter das Dokument, für Bulgarien war Premierminister Andrij Gjurov der Unterzeichner. Beide Staatsmänner zeigten sich zufrieden mit dem Abschluss und betonten, dies sei ein bedeutender Schritt zur Vertiefung der bilateralen Beziehungen. Das Abkommen ist Teil einer Reihe ähnlicher Sicherheitsvereinbarungen, die Kiew in den letzten Monaten mit mehreren Staaten getroffen hat.

Wolodymyr Selenskyj erklärte: 'Wir haben ein Sicherheitsabkommen zwischen unseren Ländern unterzeichnet. Unsere Teams haben lange daran gearbeitet, und ich bin sehr froh, dass wir nun ein solches zehnjähriges Abkommen zwischen den Staaten haben.'

Auch Andrij Gjurov hob die Bedeutung des Paktes hervor: 'Heute haben wir mit dem Präsidenten ein lang vorbereitetes Abkommen zur Sicherheitskooperation unterzeichnet. Ich bin froh, dass uns das gelungen ist.'

Kernpunkte des Abkommens

Im Rahmen des neuen Vertrags wird Bulgarien das SAFE-Programm für die gemeinsame Rüstungsproduktion nutzen. Darüber hinaus plant die Ukraine, jährlich zehn Milliarden Kubikmeter Gas über den sogenannten 'Vertikalkorridor' zu beziehen. Wolodymyr Selenskyj führte dazu aus:

'Sollten bestimmte Vertreter Europas Hindernisse in Bezug auf Gas schaffen, kann die Ukraine mit Hilfe dieses Korridors jährlich zehn Milliarden Kubikmeter Gas erhalten.'

Bulgarien erwägt zudem, der Ukraine zwei Kernreaktoren für das Kernkraftwerk Chmelnyzkyj zu überlassen. Andrij Gjurov äußerte sich dazu wie folgt:

  • 'Wir diskutieren die Möglichkeit, diese Reaktoren in ukrainisches Eigentum zu überführen. Derzeit gibt es eine Abstimmung im Parlament, die bestätigt, dass jede Eigentumsübertragung vom Parlament genehmigt werden muss.'

Erwähnenswert ist, dass in Bulgarien vorgezogene Neuwahlen für den 19. April anberaumt sind und das Land seinen nationalen Beitrag zum NATO-Programm PURL verabschiedet hat. Diese Ereignisse könnten die weitere Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und Bulgarien beeinflussen. Das Abkommen stellt einen wichtigen Schritt zur Stärkung der militärischen und energiepolitischen Verbindungen beider Länder angesichts wachsender geopolitischer Herausforderungen dar. Die gemeinsame Rüstungsproduktion und die Gasversorgung könnten für beide Staaten strategische Bedeutung haben, insbesondere im regionalen Sicherheitskontext. Die bevorstehenden Wahlen in Bulgarien könnten die Umsetzung des Vertrags und den allgemeinen Kurs der Kooperation mitbestimmen.


Lesen Sie auch

Werbung