Ukrainische Demonstranten fordern Rückkehr von Fedorow und Entlassung von Syrskyj.

Ukrainische Demonstranten fordern Rückkehr von Fedorow und Entlassung von Syrskyj
Ukrainische Demonstranten fordern Rückkehr von Fedorow und Entlassung von Syrskyj

Großkundgebungen in der Ukraine am 17. und 18. Juli 2023

Nach Angaben von Espreso.tv: Am 17. und 18. Juli 2023 fanden in der Ukraine landesweit Proteste statt. Die Demonstranten verlangten die Wiedereinsetzung von Mychajlo Fedorow als Verteidigungsminister sowie die Ablösung des Oberbefehlshabers der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj. Zehntausende Menschen beteiligten sich an den Aktionen, was das enorme öffentliche Interesse an diesen Forderungen unterstreicht.

Allein auf dem Iwan-Franko-Platz in Kiew versammelten sich am 17. Juli mindestens 10.000 Menschen. In Saporischschja stellten Teilnehmer das berühmte Gemälde ‚Die Saporoger Kosaken schreiben dem türkischen Sultan einen Brief‘ nach. In Kropywnyzkyj trafen sich mehrmals täglich Dutzende vor der Gebietsverwaltung, während in Poltawa vor dem Gogol-Theater protestiert wurde. Auch in Tscherniwzi blieb man nicht untätig: Mehrere Hundert schlossen sich der abendlichen Kundgebung an. In Tscherkassy kamen abends ebenfalls Hunderte zusammen, in Ternopil waren es rund 200. In Charkiw gingen etwa 100 Menschen mit Plakaten auf die Straße, in Mykolajiw und Luzk beteiligten sich jeweils rund 50 an den morgendlichen Aktionen. Parallel dazu fand in Warschau eine Solidaritätskundgebung für Fedorow statt, und in Lwiw versammelte man sich zum zweiten Mal an diesem Tag, um ihn zu unterstützen.

Forderungen der Demonstranten

Während der Proteste wurden verschiedene Forderungen laut. Dmytro Kosjatynskyj erklärte:

„Der Oberbefehlshaber hat mit seinem Handeln längst bewiesen, dass er ein Überbleibsel der Sowjetzeit ist. Er muss entlassen und in den Ruhestand geschickt werden.“
Er fügte hinzu:
„Wir brauchen eine moderne Armee – keine Stoßregimenter von der Größe einer Division, die Zivilisten einschüchtern und missliebige Soldaten unterdrücken.“

Teilnehmer der Aktion in Saporischschja kündigten an: „Wir werden täglich auf die Straße gehen, bis Fedorow zurückkehrt.“ Der Veteran Serhij ergänzte: „Die Entlassung Fedorows ist eine staatsfeindliche Entscheidung.“

Diese Proteste senden ein deutliches gesellschaftliches Signal für Veränderungen an der Spitze des Militärs. Sie spiegeln die breite Palette an Meinungen und Emotionen wider, die die Ukrainer angesichts ihres Wunsches nach einer effektiven Landesverteidigung bewegen.

Die Ereignisse zeigen die wachsende politische Mobilisierung in der Ukraine, die angesichts des anhaltenden Konflikts auf eine Neuausrichtung der militärischen Führung drängt. Es ist wichtig zu betonen, dass diese Kundgebungen unter hoher Anspannung und in einer komplexen Sicherheitslage stattfinden, was die weitere Entwicklung im Land beeinflussen könnte. Die Gesellschaft reagiert zunehmend sensibler auf Fragen der nationalen Sicherheit und der Effektivität des militärischen Kommandos, was in naher Zukunft zu neuen politischen Entscheidungen führen könnte.


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