Ukraine fordert Dringlichkeitssitzung der IAEA nach russischen Angriffen auf Atom-Infrastruktur.
Dringender Appell an die IAEA
Nach Angaben von UATV: Nach russischen Angriffen auf kritische Energieinfrastruktur ruft die Ukraine zu einer sofortigen Sitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) auf. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha forderte am 20. Januar 2023 eine Dringlichkeitssitzung der IAEA ein. Er verwies auf die akute Gefahr für die nukleare Sicherheit, da gezielt Umspannwerke beschossen wurden, die die Stromversorgung von Atomkraftwerken wie Tschernobyl sicherstellen. Die Angriffe gefährden damit gezielt die Kühlung und Kontrolle der kerntechnischen Anlagen.
Sybiha verurteilte die rücksichtslosen Attacken Russlands als direkte Bedrohung der nuklearen Sicherheit. Er forderte zudem, Russland aufgrund dieser vorsätzlichen Gefährdung das Stimmrecht in internationalen Organisationen zu entziehen. Ein Staat, der solche Terrorakte gegen Atominfrastruktur verübe, habe kein Mitspracherecht in Gremien wie der IAEA, so der Minister.
Alarmstufe Rot für Europas Atomsicherheit
Die anhaltenden Kampfhandlungen in der Nähe ukrainischer Atomstandorte lösen international höchste Besorgnis aus. Die Ukraine appelliert weiterhin an ihre Partner, um auf diese beispiellosen Herausforderungen angemessen zu reagieren. Ein Störfall hätte verheerende grenzüberschreitende Folgen, die weit über die Ukraine hinausreichen würden.
Unser Appell an die IAEA zeigt, wie ernst die Lage ist. Militärische Angriffe in der Nähe von Atomobjekten können unkalkulierbare Konsequenzen für die gesamte Region haben.
Andrij Sybiha
Die Sicherheit der kerntechnischen Infrastruktur ist nicht nur für die Ukraine, sondern für die gesamte europäische Stabilität von entscheidender Bedeutung. Die Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf diese Provokation wird auch ein Signal für den weiteren Verlauf des Konflikts setzen.
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