Ukraine fordert Ausschluss Russlands aus IAEA-Gremium nach Angriffen auf Atomkraftwerke.
Russlands Attacken auf Stromnetze: Kiew will Moskau aus Atomaufsicht drängen
Nach Angaben von UATV: Als Reaktion auf die jüngsten russischen Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur, die die nukleare Sicherheit gefährden, hat die Ukraine ein Verfahren zum Ausschluss Russlands aus dem Gouverneursrat der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) eingeleitet. Energieminister Denys Schmyhal betonte auf einer Dringlichkeitssitzung, Russland greife gezielt Umspannwerke an, die die externe Stromversorgung ukrainischer Atomkraftwerke sicherstellen, und untergrabe damit wissentlich die nukleare Sicherheit des Landes. Diese Attacken stellen eine direkte Gefahr für die Sicherheit der Reaktoren dar, die auf eine stabile Stromzufuhr angewiesen sind.
In der Nacht zum 30. Januar griffen russische Drohnen die Region Saporischschja an, wobei zwei Frauen verletzt wurden. Ebenfalls am 30. Januar wurde in Cherson ein Linienbus beschossen; der Fahrer starb, fünf Passagiere wurden verletzt. Schmyhal forderte konkrete Konsequenzen für diese Aggressionen, die gegen alle Grundsätze der nuklearen Sicherheit verstoßen.
Gezielte Schwächung der kritischen Infrastruktur
Seit Beginn der großangelegten Invasion gab es bereits zwölf komplette Stromausfälle im Atomkraftwerk Saporischschja. Vor dem Hintergrund eines sogenannten 'Energie-Waffenstillstands' haben russische Streitkräfte ihren Fokus von Energieanlagen auf Verkehrsknotenpunkte verlagert. Die Angriffe auf Cherson und Städte im Gebiet Dnipropetrowsk, insbesondere Nikopol, halten an. Mykhailo Podoliak, Berater des ukrainischen Präsidentenbüros, wies darauf hin, dass Russland bis zum 1. Februar keine Angriffe fliege und die Tauwetterperiode nutze. Sobald die Temperaturen jedoch wieder extreme Werte erreichten, werde die Entscheidung über die Wiederaufnahme der Attacken fallen.
«Diese Ereignisse unterstreichen die Ernsthaftigkeit der Bedrohung durch russische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur und die Notwendigkeit einer internationalen Reaktion.» — Mykhailo Podoliak
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hatte sich ebenfalls an Wladimir Putin gewandt und ein Ende der Beschüsse von Kiew gefordert. Die Situation spiegelt die wachsende Spannung in der Region und die Dringlichkeit verstärkter internationaler Unterstützung für die Ukraine wider. Der Antrag auf Ausschluss Russlands aus der IAEA unterstreicht, dass die russischen Aktionen nicht nur eine Gefahr für die Ukraine, sondern für die globale nukleare Sicherheit insgesamt darstellen. Die Reaktion der Weltgemeinschaft wird den weiteren Verlauf der Krise maßgeblich beeinflussen.
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